Manchester Mark I

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Manchester Mark I, auch Manchester Automatic Digital Machine (MADM) genannt, war ein britischer Röhrencomputer, der 1948/49 an der Universität Manchester konstruiert wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der „Vater“ moderner Computer, Alan Turing, lehrte an der Universität Manchester. 1948 entstand aus seinen Ideen die Small-Scale Experimental Machine, der erste auf der Von-Neumann-Architektur basierende Computer. Dieser war der Prototyp des Manchester Mark I, der von Frederic Calland Williams und Tom Kilburn noch an der Universität Manchester konstruiert wurde. Als Datenspeicher wurde ein Trommelspeicher verwendet, als Speichermedium für Programme wurden sogenannte Williamsröhren eingesetzt, die sich als extrem wartungsintensiv und empfindlich erwiesen. Trotzdem konnte Tom Kilburn die Funktionsfähigkeit des Rechners demonstrieren: er schrieb am 21. Juni 1948 ein erstes 17-Zeilen-Programm, um den höchsten Faktor einer Zahl zu berechnen.

Aus dem Manchester Mark I entwickelte die britische Firma Ferranti den Computer Ferranti Mark I, der nach dem Zuse Z4 der zweite kommerziell erhältliche Universal-Computer war. Er wurde erstmals im Februar 1951 ausgeliefert, kurz vor dem UNIVAC I.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Entwicklung des Manchester war unter anderem ein Mathematikerehepaar beteiligt, dessen Sohn Tim Berners-Lee später das World Wide Web erfand.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Simon H. Lavington: Early British Computers. Manchester University Press, 1980, ISBN 0-932376-08-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]