Manelobas

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Manelobas
Daten
Fläche 15,67 km²[1]
Einwohnerzahl 1.276 (2015)[1]
Chefe de Suco Domingos de Andrade
(Wahl 2016)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Cotomata 338
Ernaro 531
Hautei 253
Hautilo 154
Der Suco Manelobas
Cotomata (Osttimor)
Cotomata
Koordinaten: 8° 50′ S, 125° 40′ O

Manelobas ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Maubisse (Gemeinde Ainaro).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manelobas
Orte Position[2] Höhe
Cotomata 8° 50′ S, 125° 40′ O 1385 m

Manelobas liegt im Osten des Verwaltungsamts Maubisse. Südlich befindet sich der Suco Manetú, nördlich und südwestlich der Suco Maulau und westlich der Suco Edi. Im Osten grenzt Manelobas an das Verwaltungsamt Turiscai (Gemeinde Manufahi) mit seinen Sucos Manumera und Aitemua.[3] Durch den Suco fließt der Aicocai, ein Nebenfluss des Carauluns.[4] Manelobas teilt sich in die vier Aldeias Cotomata (Kotamatan), Ernaro, Hautei und Hautilo.[3][5] Der Suco hat eine Fläche von 15,67 km².[1]

Im Nordwesten liegt das Dorf Cotomata mit dem Sitz des Sucos und einer Grundschule. Die weitere Besiedlung besteht aus einzeln und in kleinen Gruppen stehenden Häusern. Im Süden befindet sich eine Kapelle in der Aldeia Hautilo.[3]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Suco leben 1276 Menschen (2015), davon sind 651 Männer und 625 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 81,4 Einwohner/km². Im Suco gibt es 200 Haushalte.[1] Über 90 % der Einwohner geben Mambai als ihre Muttersprache an. Über 5 % sprechen Tetum Prasa.[6]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Bürgerkrieges 1975 kam es in den Sucos Manelobas und Manetú zu Kämpfen zwischen FRETILIN-Kämpfern aus Turiscai und UDT-Kämpfern aus Ermera. Im benachbarten Manetú unterstützte die Mehrheit der Bevölkerung die FRETILIN, während der Liurai ein UDT-Anhänger war. Beim Gefecht am Grenzfluss Aicocai zwischen Manelobas und Manetú kamen zwei UDT-Anhänger in Ernaro ums Leben. Daraufhin brannten UDT-Einheiten in Manelobas Häuser nieder und töteten das Nutzvieh. Später wurden zwei UDT-Anhänger von der FRETILIN gefangen genommen und in Turiscai hingerichtet. Ein weiterer UDT-Anhänger wurde in Ernaro geköpft.[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Eduardo Mendonça zum Chefe de Suco gewählt.[8] Bei den Wahlen 2009 gewann Felismino Soares.[9] Mit den Kommunalwahlen in Osttimor 2016 folgte Domingos de Andrade.[10][11]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 erhielt der Suco von der Regierung Solarmodule zur Stromversorgung.[12] 2021 war der Suco weiterhin ohne Anschluss an das Stromnetz.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Manelobas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 (Direcção-Geral de Estatística DGE).
  3. a b c Direcção-Geral de Estatística: Atlas der Gemeinde Aileu, abgerufen am 21. März 2021.
  4. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  5. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  6. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Manelobas (tetum; PDF; 8,2 MB)
  7. „Chapter 7.2 Unlawful Killings and Enforced Disappearances“ (PDF; 2,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  8. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  9. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  10. GMN TV: Suku Manelobas "halerik" ba eletrisidade, estrada no bee moos, 8. Februar 2020, abgerufen am 8. Februar 2020.
  11. Jornal da República: Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016@1@2Vorlage:Toter Link/www.mj.gov.tl (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) , abgerufen am 17. Juni 2020.
  12. Government of Timor-Leste, 8. März 2011, Six sucos in the Ainaro district received Solar Panels
  13. Tatoli: Cinco sucos em Ainaro sem electricidade, 19. November 2021, abgerufen am 20. November 2021.

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