Marienkirche (Klütz)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Marienkirche in Klütz

Die Marienkirche in der mecklenburgischen Kleinstadt Klütz ist eine backsteingotische Kirche aus der Zeit des Übergangs von der Romanik zur Gotik. Sie ist die Kirche der Kirchengemeinde Klütz im Landkreis Nordwestmecklenburg. Die Gemeinde gehört zur Propstei Wismar im Kirchenkreis Mecklenburg der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Klütz und ihre Kirchgemeinde wird bereits 1230 im Ratzeburger Zehntregister erwähnt, welches die damals zum Bistum Ratzeburg gehörenden Ortschaften geordnet nach Kirchspielen auflistet. Die Marienkirche ist vom Baukörper für die Gegend um Wismar zwar typisch, aber deutlich größer als die sonst in Mecklenburg anzutreffenden Landkirchen in den Dörfern. Der Grund liegt in der Bedeutung des Fleckens für die Umgebung im Klützer Winkel, dessen Wälder in Rodungszeit bereits 1188 von Kaiser Barbarossa urkundlich der Stadt Lübeck als Holzreserve für den Haus- und Schiffbau zugesagt wurden.

Der Baukörper besteht aus einer dreischiffigen Halle als Mittelteil von je drei Jochen unter Kreuzgewölben hinter einem quadratischen Westturm aus neuerer Zeit. Der Turm hat die Breite des Mittelschiffs. Der merkwürdig langgestreckte Chor besteht aus zwei hintereinanderliegenden nahezu quadratischen Rechtecken. 1701 wurden Gewölbe neu unter die alten ursprünglichen Gewölbe gezogen.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Ausstattung gehören der Barockaltar vom Anfang des 18. Jahrhunderts, die reich beschnitzte Renaissance-Kanzel aus dem Jahr 1587 mit den Wappen mecklenburgischer Adelsfamilien und das Römergestühl aus dem frühen 15. Jahrhundert. Ein alter gotischer Taufstein, der 1844 auf dem Kirchhof wiedergefunden wurde steht in Gegensatz zu einer reich beschnitzten Taufe der Spätrenaissance, deren Gehäuse aus dem Jahr 1653 stammt. Friedrich Wilhelm Winzer schuf im Jahr 1871 die zweimanualige Orgel mit 20 Registern.

Pastoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. II. Band: Die Amtsgerichtsbezirke Wismar, Grevesmühlen, Rehna, Gadebusch und Schwerin. Schwerin 1898, Neudruck Schwerin 1992, S. 361–374. ISBN 3-910179-06-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zugehörigkeit der Gemeinde

Koordinaten: 53° 57′ 59,6″ N, 11° 9′ 56,3″ O