Maronesa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Maronesa ist eine ursprüngliche Rinderrasse aus Portugal, die in einiger Hinsicht dem ausgerotteten Auerochsen, die Wildform der Hausrinder, sehr nahekommt. Ihr Name leitet sich von einem der höchsten Berge Portugals, dem Serra do Marão, ab.

Die ältesten Hinweise auf diese Rasse finden sich aus dem Jahr 1835. Lange hielt man Maronesa für eine Kreuzungszucht aus Mirandesa und Barrosa, heute ist sie als eigene Rasse angesehen. Genetische Untersuchungen haben gezeigt, dass Maronesa sich von anderen iberischen Rassen, wie diesen beiden, unterscheidet.[1] Verwendet wurden Maronesa hauptsächlich zur Feldarbeit in gebirgigen Regionen, vor allem bei Alvão und Marão.

Aussehen und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Maronesa existieren mehrere Linien, welche ihren wilden Vorfahr mehr oder weniger nahestehen. Die Bullen sind wesentlich größer als die Kühe und dunkelbraun-schwarz gefärbt und verfügen oft über einen hellen Aalstrich und ein hell umrandetes Flotzmaul. Die Statur der Bullen ist muskulös und weist eine geschwungene Rückenlinie aufgrund der stark ausgeprägten Schulter- und Nackenmuskulatur auf. Ihr Schädel trägt sich abhebende Stirnlocken, deren Farbe von blond bis dunkelbraun variieren kann. Die Hörner sind dick und nach vorne geschwungen. Die Kühe sind wesentlich graziler als die Stiere, und oft auch wesentlich heller gefärbt – es gibt jedoch auch Linien mit eher dunkelbraunen Kühen. Die Hörner der Kühe sind ebenfalls nach vorne geschwungen, mitunter nach außen gedreht.

Maronesas entstammen dem portugiesischen Hochland und kommen mit dem rauen Klima dort zurecht. Einige Herden leben ohne menschliches Zutun und zeigen ihre natürlichen, an die Jahreszeiten angepassten Verhaltensweisen.

Primitive Maronesas werden von TaurOs Project gemeinsam mit anderen auerochsenartigen Rassen wie Pajuna, Sayaguesa, Maremmana primitivo, Limia-Rindern und anderen eingesetzt, um ein dem Auerochsen durch Kreuzung und Selektionszucht so weit wie möglich entsprechendes Rind zu züchten.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. J. L. Viana, A. Fernández, A. Iglesias Blanco, L. Sánchez: Genetic variability and phylogenetic relationships between ten native cattle breeds from Galicia and the north of Portugal. In: Archivos de Zootecnia. Bd. 47, Nr. 177, 1998, ISSN 0004-0592, S. 61–71, online (PDF; 130 KB).
  2. Homepage des TaurOs Projects

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maronesa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien