Martin Luther King III

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Martin Luther King III in New York City (2007)

Martin Luther King III (* 23. Oktober 1957 in Montgomery, Alabama) ist ein amerikanischer Menschenrechtler. Er ist der älteste Sohn des Bürgerrechts-Aktivisten Martin Luther King, Jr. und dessen Ehefrau Coretta Scott King. Seine Geschwister sind Dexter Scott King, Bernice Albertine King und Yolanda King.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

King besuchte die Galloway School und das Morehouse College, wie sein Vater, Großvater und Urgroßvater. 1979 bekam er vom College seinen Bachelor in Political Science.[1]

1997 wurde Martin Luther King III zum Vorsitzenden der Southern Christian Leadership Conference gewählt. Dieses Amt hatte er bis 2004 inne.[2] 2013 gehörte er zusammen mit Barack Obama, Bill Clinton und Jimmy Carter zu den prominenten Rednern bei der Gedenkfeier zum 50. Jahrestag der historischen Ansprache seines Vaters Martin Luther King am Denkmal von Abraham Lincoln.[3][4] Im Zusammenhang mit den Unruhen von Ferguson rief er zusammen mit Al Sharpton zum friedlichen Widerstand auf.[5][6]

Nach dem Tod der Mutter Coretta führten die Kinder und die Nachlassverwalter mehrere Prozesse gegeneinander im Zusammenhang mit dem Nachlass, Lizenzen und Dokumenten von Martin Luther King.[7]

Im Rahmen des Montreal Black Film Festival 2015 wurde er für sein Engagement gegen die Ungleichheit auf Grund der Hautfarbe der Menschen in den USA mit dem Humanitarian Award ausgezeichnet.[8] Außerdem wirkte er am Film King aus dem Jahr 1978 (Regie: Abby Mann) mit.[1][9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lynn Norment: The burden of being Martin Luther King III. In: Ebony. April, 1982, S. 96–102 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche Englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Martin Luther King III in der Notable Names Database (englisch), abgerufen am 23. September 2012
  2. Bonnie Bader: Who Was Martin Luther King, Jr.? Grosset & Dunlap, 2007, ISBN 978-0-448-44723-0.
  3. Renzo Ruf: „Kommt, lasst uns weitermarschieren“. In: Neue Luzerner Zeitung. 29. August, 2013, S. 8.
  4. Obama prangert Ungleichheit für Schwarze an. Gedenkrede für Martin Luther King. In: Der Spiegel. 28. August, 2013 (Online).
  5. Konrad Kramar: Schwarze Prediger sind am Wort. Aufruf zum friedlichen Widerstand. Al Sharpton, Martin Luther Kings Sohn. In: Kurier. 19. August, 2014, S. 5.
  6. Kerstin Kohlenberg: Stadt in Schwarz-Weiß. Ferguson will mit dem Rassismus nicht mehr leben. In: Die Zeit. 36, 28. August, 2014, S. 7 (Online).
  7. Uwe Schmitt: Peinlicher Zank um Martin Luther Kings Vermächtnis. In: Die Welt. 16, 20. Januar, 2015, S. 8 (Online).
  8. Martin Luther King III receives Humanitarian Award. CTV News Montreal. Abgerufen am 15. April 2016.
  9. Martin Luther King III in der Internet Movie Database (englisch)