Mary Sue

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Artikel ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Der Artikel hat nicht einmal einen Einzelnachweis. --Zupanto (Diskussion) 22:01, 29. Aug. 2017 (CEST)

Eine Mary Sue ist eine idealisierte und vermeintlich perfekte Kunstfigur. Diese Figur wird oft als Wunschvorstellung des Autors wahrgenommen.[1] Üblicherweise kann sie Aufgaben erheblich leichter bewältigen als vergleichbare Figuren mit ähnlicher Ausbildung und Erfahrung. Die Bezeichnung wird oft für beide Geschlechter benutzt, zeitgleich existieren aber auch die männlichen Varianten Marty Sue und Gary Stu.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff Mary Sue stammt aus der Kurzgeschichte A Trekkie’s Tale von Paula Smith, einer Parodie auf Star-Trek-Fan-Fiction-Geschichten, die 1973 im Magazin Menagerie #2 veröffentlicht wurde. Die Halbvulkanierin Lieutenant Mary Sue ist Kirk, Spock und Dr. McCoy in jeder Hinsicht überlegen. Sie rettet allen dreien das Leben und stirbt schließlich unter tragischen Umständen. 1976 äußerten sich die Redakteure von Menagerie ablehnend gegenüber solchen Charakteren:

Mary Sue stories—the adventures of the youngest and smartest ever person to graduate from the academy and ever get a commission at such a tender age. Usually characterized by unprecedented skill in everything from art to zoology, including karate and arm-wrestling. This character can also be found burrowing her way into the good graces/heart/mind of one of the Big Three [Kirk, Spock, and McCoy], if not all three at once. She saves the day by her wit and ability, and, if we are lucky, has the good grace to die at the end, being grieved by the entire ship.[2]

Heutzutage ist der Begriff fest verknüpft mit der Unterstellung einer geschönten Selbstprojektion des Autors. Ein negativer Beigeschmack entsteht hierbei dadurch, dass die Kunstfiguren als schlecht entwickelte Charaktere (zu perfekt um real und interessant zu wirken) wahrgenommen werden.[3]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Autorin Camille Bacon-Smith befürchtet, dass die Angst davor eine Marie Sue zu erzeugen, viele Schriftsteller einschränken oder sogar abschrecken könne.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Segall: Career Building Through Fan Fiction Writing: New Work Based on Favorite Fiction (=  Digital Career Building). Rosen Publishing Group, 2008, ISBN 1-4042-1356-2, S. 26.
  2. Byrd, Patricia: Star Trek Lives: Trekker Slang. In: American Speech. 53, Nr. 1, Spring 1978, S. 52–58. doi:10.2307/455340.
  3. Milhorn: Writing Genre Fiction: A Guide to the Cr. Lightning Source Incorporated, 2006, ISBN 1-58112-918-1, S. 55.
  4. Camille Bacon-Smith: Enterprising Women: Television Fandom and the Creation of Popular Myth. University of Pennsylvania Press, 1. Dezember 1991.