Max D. Amstutz

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Max Denis Amstutz (* 19. Januar 1929 in Engelberg) ist ein Schweizer Unternehmer, Manager und Strategieconsultant.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max D. Amstutz wurde 1953 an der Universität Bern zum Dr. rer. pol. promoviert. Er und war dort anschliessend Assistent bei Kurt Krapf, dem Direktor des Forschungsinstitutes für Fremdenverkehr. Von 1954 bis 1959 war er Direktionssekretär und Personalchef sowie kaufmännischer Leiter beim Druck- und Verlagshaus C. J. Bucher AG in Luzern. 1959 wurde er Leiter der Cimento Ipanema, einer brasilianischen Tochtergesellschaft des Holcim-Konzerns, in Sao Paulo. Zugleich begann er den Aufbau einer lateinamerikanischen Konzerngruppe mit schliesslich acht Unternehmungen von Argentinien bis Mexiko.

1964 kehrte er als Assistent des Präsidenten Ernst Schmidheiny der Holcim (damals noch Holderbank Financiere Glarus AG) in die Schweiz zurück. 1967 wurde er Direktor der Zementholding und ab 1970 Delegierter des Verwaltungsrates und operationeller Leiter des Konzerns, dessen Organisation und Strategie er mitgestaltete. In den folgenden Jahren verstärkte er die Position des Konzerns in Europa durch Akquisitionen in Spanien und Frankreich. Er war Präsident der Societe des Chaux et Ciments de la Suisse Romande, welche in der Romandie die zwei Zementwerke Eclepens und Roche betrieb und zur Gemeinschaft der Schweizer Zementfabrikanten gehörte.

Von 1986 bis 1999 fungierte er als Vizepräsident und später Präsident des Verwaltungsrates der Alusuisse, später Algroup-Konzern. Ab 1991 war er Mitglied und anschliessend Vizepräsident des Verwaltungsrates des Mischkonzerns Von Roll, ab 1993 Präsident, mit dem Auftrag der drei Schweizer Grossbanken, die in Schieflage geratene Unternehmung zu sanieren, was gelang.

Von 1998 bis 2003 war Amstutz Präsident des Verwaltungsrats der SGS (früher Société Générale de Surveillance) mit dem Auftrag, dieses Unternehmen zu sanieren. Er war von dem deutschen Investor, August von Finck, angefragt, ob er das Präsidium des Verwaltungsrats übernehmen wolle. Amstutz setzte sich drei Ziele, die erreicht wurden: Sanierung der SGS unter dem neuen CEO Toni Czura, Auflösung des Stimmrechtspools und Abschaffung der Stimmrechtsaktien. Ferner war er Mitglied der Progress Foundation, präsidiert von Geri Schwarz.

2016 übernahm der Schweizer Beat Hess das Präsidium der inzwischen mit Lafarge fusionierten Holcim. Amstutz unterbreitete der Konzernspitze die Strategiestudie Zementindustrie im Fokus, welche unter dem Slogan Raus aus der Einbahnstrasse als neue Strategie eine Verlagerung des Product Portfolios vom Zement zu Baustoffen, die weniger kapital- und energieintensiv sind, empfahl. Diesem Vorschlag ist Holcim inzwischen gefolgt.

Seit 2000 arbeitet er als Strategieconsultant, hauptsächlich für die Zementindustrie. Max D. Amstutz ist verheiratet und hat drei Kinder.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der passive Fremdenverkehr. Stämpfli, Bern 1953 (zugleich Dissertation)
  • Macht und Ohnmacht des Aktionärs. Möglichkeiten und Grenzen der Corporate Governance. NZZ Verlag, Zürich 2007, ISBN 978-3-03823-319-0
  • Subsahara-Afrika im Fokus. Verlag Carnot-Cournot, 2020
  • Die Anfänge des Alpinen Skirennsports. AS-Verlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-909111-79-4
  • Unternehmungspolitik und neue Realitäten: der Fall Holderbank (= Schriftenreihe Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Nr. 4). Verlag Holcim, Zürich 1980