Medardus

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Medardus ist ein männlicher Vorname.

Herkunft und Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name geht auf Medardus von Noyon, einen Heiligen aus dem 6. Jahrhundert, zurück. Medardus wiederum ist wahrscheinlich die lateinisch-französische Form von Machthard. Der Name Medardus fand im Mittelalter große Verbreitung. Eine Kurzform ist Medard.

Namenstag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Namenstag hat die Mittelalterliche Kirche auf den 8. Juni gesetzt, da um diese Zeit die ersten Heuernten eingefahren werden. Der 8. Juni galt im Mittelalter auch als Jahrestag der Sintflut, daher der Volksglaube, dass es 40 Tage lang regne, wenn es zum Heiligen Medardus regnet.

Namensträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heutzutage ist dieser Name beinahe verschwunden. Bekannte Träger in jüngerer Zeit sind:

Kurzform Medard:

Familienname:

  • Muriel Médard (* 1968), französisch-amerikanische Informatikerin und Hochschullehrerin
  • Philippe Médard (1959–2017), französischer Handballspieler

In der Literatur finden sich wenige Referenzen. In Johann Karl Wezels "Belphegor" (1776) sowie in E.T.A. Hoffmanns Roman Die Elixiere des Teufels (1815) tritt jeweils ein Medardus, einmal als Pfarrer, das andere Mal als Mönch, auf. Den Namen trägt auch die Titelgestalt in Arthur Schnitzlers Drama Der junge Medardus (1910).