Methisazon

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Strukturformel
Strukturformel
Allgemeines
Freiname Metisazon
Andere Namen
  • 1-Methyl-1H-indol-2,3-dion-3-thiosemicarbazon
  • N-Methylisatin-β-thiosemicarbazon
  • Marboran
Summenformel C10H10N4OS
Kurzbeschreibung

orange-gelbes Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1910-68-5
EG-Nummer 217-616-2
ECHA-InfoCard 100.016.016
PubChem 6861563
Wikidata Q4562049
Eigenschaften
Molare Masse 234,27 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

248 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser und verdünnten anorganischen Säuren[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Methisazon ist ein Virostatikum, welches gegen Pocken- und Adenoviren wirksam ist. Methisazon wirkt durch Hemmung der Synthese einiger Virusantigene, wodurch unreife Viruspartikel entstehen.[3]

Es war früher das einzige wirksame Mittel zur Chemoprophylaxe bei Pocken, wozu es seit 1963 verwendet wurde.[4] Mit der Ausrottung der Pocken ist Methisazon obsolet geworden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Eintrag zu Metisazon. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 3. Mai 2015.
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. F.H. Meyers: Lehrbuch der Pharmakologie. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-66183-9, S. 626 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Eugen Haagen: Viruskrankheiten des Menschen. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-662-26789-9, S. 2165–2166 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
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