Methylammoniumchlorid

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Strukturformel
Strukturformel von Methylammoniumchlorid Chlorid-Ion
Allgemeines
Name Methylammoniumchlorid
Andere Namen

Methylaminhydrochlorid

Summenformel CH6ClN
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff mit ammoniakartigem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 593-51-1
PubChem 6364545
Wikidata Q27126640
Eigenschaften
Molare Masse 67,52 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

228–233 °C[1]

Siedepunkt

225–230 °C (20 hPa)[2]

Löslichkeit

sehr leicht in Wasser (1080 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [1]
Toxikologische Daten

1600 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Methylammoniumchlorid (auch: Methylaminhydrochlorid) ist eine organische chemische Verbindung aus der Gruppe der Amine. Es ist ein Salz des bei Raumtemperatur gasförmigen Gefahrstoffs Methylamin und wesentlich leichter als dieser zu handhaben und zu transportieren.[3]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neutralisiert man Methylamin mit Salzsäure und verdampft das Wasser, dann erhält man als Rückstand das Salz Methylammoniumchlorid, das auch als Hydrochlorid des Methylamins bezeichnet wird.[4]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Methylammoniumchlorid ist ein brennbarer, schwer entzündbarer, hygroskopischer, kristalliner, weißer Feststoff mit ammoniakartigem Geruch, der sehr leicht löslich in Wasser ist. Er zersetzt sich bei Erhitzung.[1]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer alkalischen Lösung entsteht Methylamin direkt aus Methylammoniumchlorid.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Eintrag zu Methylammoniumchlorid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 27. April 2018 (JavaScript erforderlich).
  2. a b Datenblatt Methylammoniumchlorid (PDF) bei Merck, abgerufen am 27. April 2018.
  3. Eintrag zu Methylamine hydrochloride bei ChemicalBook, abgerufen am 4. Mai 2018.
  4. Sabine Cécile Zeeck, Stephanie Grond, Ina Papastavrou: Chemie für Mediziner. Elsevier Health Sciences, 2017, ISBN 978-3-437-18015-6, S. 257 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).