Metro Jerewan

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Yerevan Metro logo.png
Metro Jerewan
Plan-metro-erevan.jpg
Basisdaten
Staat Flag of Armenia.svg Armenien
Stadt Jerewan
Eröffnung 7. März 1981
Linien 1
Streckenlänge 12,1 km
Stationen 10
Tunnelstationen 7
Fernbahnhöfe 1
Nutzung
Kürzester Takt 5 Minuten
Passagiere 14,9 Mio. pro Jahr (2012)
Mitarbeiter 1129 (2005)
Fahrzeuge Metrowagonmasch 81-717/714
Betreiber Ministerium für Transport und Kommunikation der Republik Armenien
Spurweite 1524 mm (Russische Breitspur)
Stromsystem 825 V = Stromschiene
Zug der Metro Jerewan an der Station Sassunzi Dawit

Die Metro Jerewan (armenisch Կարեն Դեմիրճյանի անվան Երևանի Մետրոպոլիտեն, deutsch Karen Demirtschjan-Metro Jerewan‘) ist das U-Bahn-System der armenischen Hauptstadt Jerewan. Sie wurde 1981 eröffnet und im Anschluss daran bis 1996 in südliche Richtung erweitert. Ursprünglich als eine unterirdische Trambahn gedacht, zwang der Bevölkerungsanstieg den Betreiber, diese zu einer vollständigen Metro auszubauen. Das Unternehmen ist eine geschlossene Aktiengesellschaft in Staatsbesitz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Bau der ersten Linie wurde 1972 begonnen. Als allerdings nach fünf Jahren erst 3,9 km fertiggestellt waren, erging 1977 vom Zentralkomitee der KPdSU und dem Ministerialberater der Sondererlass „Bau der Metro von Jerewan“. Mit diesem Erlass wurden Bau- und Tunnelexperten anderer Städte wie Moskau, Leningrad, Tiflis oder Minsk in das Projekt mit einbezogen. Bekannte Architekten der U-Bahn sind A. Suchanow und A. Tuchamowitsch.

Die Metro Jerewan wurde am 7. März 1981 eröffnet und anschließend über die Jahre sukzessive nach Süden hin erweitert. Die letzte Station Tscharbach wurde 1996 in Betrieb genommen. Die Passagierzahlen stiegen von anfänglich 14 Millionen Fahrgästen jährlich (1981) auf 31 Millionen 1987 (dies entsprach damals 9 % aller Verkehrsmittel). Die neuesten Zahlen sind von 2012, denen zufolge es jährlich 14,9 Millionen Fahrgäste gab. Die Gesamtlänge der Metro Jerewan beträgt 12,1 km mit zehn Stationen. Diese liegen unterirdisch mit Ausnahme der drei Stationen Sassunzi Dawit, Gorzaranajin und Tscharbach. Nach der Station Schengawit teilt sich die Strecke auf, um die beiden südlichen Endstationen Garegin Nschdehi hraparak und Tscharbach zu erreichen.

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stationen haben eine Bahnsteiglänge von 105 m, was den Halt von Zügen mit fünf Wagen möglich macht. Zurzeit sind aber nur Züge mit zwei bis drei Wagen vom Typ Metrowagonmasch 81-717/714 im Einsatz, der auch in Moskau und anderen Städten der früheren Sowjetunion in Betrieb ist. Die Züge verkehren im 5-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit, sonst alle 15 Minuten, mit einer Geschwindigkeit von etwa 35 km/h. Der Betrieb wird täglich um ca. 23 Uhr eingestellt. Derzeit ist der Bau am nördlichen Ende bis zum Fluss Hrasdan abgeschlossen. Dieser wird mittels einer Brücke überquert.

Die Metro befindet sich seit dem Ende der Sowjetunion in einer tiefen Krise. Die allgemein zurückgegangene Mobilität durch Arbeitslosigkeit und Verarmung und das neu entstandene verzweigte Liniennetz privater Kleinbusunternehmen machen der kurzen Metrolinie stark zu schaffen. Finanzmittel für den weiteren Ausbau der Metro, die das Verkehrsmittel konkurrenzfähig machen könnten, sind nicht absehbar.

Liste der Stationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der nachfolgenden Tabelle sind die Stationen in der Reihenfolge des Verlaufes der einzigen Metrolinie von Nord nach Süd aufgeführt.

Bild Armenischer Name
transkribiert / original
Lage Eröffnet Karte
Barekamutjun Barekamutjun
Բարեկամություն
unterirdisch 07.03.1981 Lage
Marschal Baghramjan Marschal Baghramjan
Մարշալ Բաղրամյան
unterirdisch 07.03.1981 Lage
Jeritasardakan Jeritasardakan
Երիտասարդական
unterirdisch 07.03.1981 Lage
Hanrapetutjan hraparak Hanrapetutjan hraparak
Հանրապետության հրապարակ
unterirdisch 01.12.1981 Lage
Sorawar Andranik Sorawar Andranik
Զորավար Անդրանիկ
unterirdisch 02.12.1989 Lage
Sassunzi Dawit Sassunzi Dawit
Սասունցի Դավիթ
oberirdisch 07.03.1981 Lage
Gorzaranajin Gorzaranajin
Գործարանային
oberirdisch 11.07.1983 Lage
Schengawit Schengawit
Շենգավիթ
unterirdisch 26.01.1986 Lage
Garegin Nschdehi hraparak Garegin Nschdehi hraparak
Գարեգին Նժդեհի հրապարակ
unterirdisch 04.01.1987 Lage
Tscharbach Tscharbach
Չարբախ
oberirdisch 26.12.1996 Lage

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing

Zukünftige Erweiterungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine zweite Linie vom Stadtzentrum bis ins nordöstliche Jeras ist derzeit geplant. Des Weiteren stehen folgende Erweiterungen zu Diskussion:

  • Verlängerung der Linie 1 weiter nach Nordwesten
  • Verlängerung der Linie 2 weiter nach Nordosten und Süden
  • Bau einer Linie 3 in ost-westlicher Richtung, mit der Station Jeritasardakan als Umsteigebahnhof zur Linie 1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Metro Jerewan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien