Michael von Hauff

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Michael von Hauff (* 1947) ist ein deutscher Ökonom und war Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftspolitik und internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Technischen Universität Kaiserslautern.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael von Hauff studierte von 1968 bis 1973 Volkswirtschaftslehre an den Universitäten in Augusta/Georgia (USA), Stuttgart und Konstanz. Von 1974 bis 1991 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Betriebswirtschaftlichen Institut der Universität Stuttgart tätig. Am dortigen Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie promovierte von Hauff 1977 mit dem Titel Die wirtschaftliche Macht der Gewerkschaften zum Dr. rer. pol. 1987 folgte die Habilitation mit der Arbeit Neue Selbsthilfebewegung und staatliche Sozialpolitik. Von 1991 bis März 2016 war von Hauff Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftspolitik und internationale Wirtschaftsbeziehungen an der TU Kaiserslautern. Seit März 2016 befindet sich Michael von Hauff in einer Seniorforschungsprofessur.[1] Darüber hinaus ist er Mitglied des wissenschaftlichen Lenkungskreises des Instituts für Technologie und Arbeit, einem arbeits- und wirtschaftswissenschaftlichen An-Institut der TU Kaiserslautern.[2]

Zu seinen Forschungsgebieten gehören Umwelt- und Entwicklungsökonomie. Das von ihm entwickelte Leitbild einer Nachhaltigen Marktwirtschaft[3] versteht er als eine Erweiterung der Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft mit der gleichrangigen Berücksichtigung der drei Dimensionen nachhaltiger Entwicklung: Ökologie, Ökonomie und Soziales.

In Deutschland nahm er mehrere Lehraufträge u. a. an den Universitäten Konstanz und Heidelberg wahr. 1995 hatte er an der University of Delhi - Indien eine Gastprofessur. 2004 hielt er Gastvorlesungen an der Technischen Universität Singapur. Seit 2006 hält er im Rahmen einer Universitätskooperation zwischen der Technischen Universität Kaiserslautern und dem Yangon Institute of Economics - Myanmar und der University of Yangon Gastvorlesungen. Er ist Mitglied in einer Reihe von nationalen und internationalen Organisationen und in Redaktionen von ökonomischen Fachzeitschriften. Weiterhin ist er Mitglied der Europäischen Akademie für Wissenschaft und Künste, sowie des Vereins für Sozialpolitik. Seit 2010 ist er Mitglied des Kuratoriums der Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung im Weiterbildungszentrum Ingelheim.

Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management hat ihn 2009 mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis ausgezeichnet „für langjährige herausragende wissenschaftliche Leistungen zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung.“[4]

2015 gehörte er im Rahmen des Rankings der F.A.Z. zu den 100 bedeutendsten Ökonomen im deutschsprachigen Raum.[5]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M. v. Hauff: Nachhaltige Entwicklungspolitik, Stuttgart 2019.
  • M. v. Hauff, R. Schulz, R. Wagner: Deutschlands Nachhaltigkeitsstrategie, UVK Lucius, Stuttgart 2018.
  • M. v. Hauff, T. Nguyen (Hrsg.): Fortschritte in der Nachhaltigkeitsforschung, Nomos Verlag, Baden-Baden 2018.
  • M. v. Hauff, A. Veling: India's Need for a Sustainability Strategy – Creating a Stable and Balanced Development, Ane Books Pvt. Ltd., New Delhi 2017.
  • M. v. Hauff, A. Jörg (Hrsg.): Nachhaltiges Wachstum, 2. Auflage, Oldenbourg Verlag, München 2017.
  • M. v. Hauff, K. Claus: Fair Trade, 3. Auflage, UVK Lucius UTB, München 2017.
  • M. v. Hauff, C. Kuhnke (Hrsg.): Sustainable Development Policy - A European Perspective, Routledge, Oxon, New York 2017.
  • M. v. Hauff, A. Mistri: Economic Development and Water Sustainability - Study from an Emerging Nation, India, 1. Auflage, Manak Publications Pvt Ltd, New Delhi 2016.
  • M. v. Hauff: Wachstum. Die Kontroverse um nachhaltiges Wachstum. In: Forum HLZ. Wiesbaden 2015.
  • M. v. Hauff: Nachhaltige Entwicklung. 2. Auflage. München 2014.
  • M. v. Hauff, A. Jörg (Hrsg.): Nachhaltiges Wachstum. Oldenbourg Verlag, München 2013.
  • M. v. Hauff, K. Claus: Fair Trade. 2. Auflage. München 2013.
  • M. v. Hauff, R. Isenmann, G. Müller-Christ (Hrsg.): Industrial Ecology Management. Nachhaltige Entwicklung durch Unternehmensverbünde. Wiesbaden 2012.
  • M. v. Hauff, A. Hagemann (Hrsg.): Nachhaltige Entwicklung - Das neue Paradigma in der Ökonomie. Marburg 2010.
  • M. v. Hauff (Hrsg.): Indien - Herausforderungen und Perspektiven. Marburg 2009.
  • M. v. Hauff: Economic and Social Development in Burma/Myanmar - The Relevance of Reforms. 2. Auflage. Marburg 2009.
  • M. v. Hauff, B. Tarkan (Hrsg.): Nachhaltige kommunale Finanzpolitik für eine intergenerationelle Gerechtigkeit. Baden-Baden 2008.
  • M. v. Hauff, V. Lingnau, K. J. Zink (Hrsg.): Nachhaltiges Wirtschaften-Integrierte Konzepte. Baden-Baden 2008.
  • M. v. Hauff, M. P. Singh, H. Goerlich (Hrsg.): Human Rights and Basic Needs - Theory and Practice. Delhi 2008.
  • M. v. Hauff, R. Isenmann (Hrsg.): Industrial Ecology. Heidelberg 2007.
  • M. v. Hauff (Hrsg.): Die Zukunftsfähigkeit der Sozialen Marktwirtschaft. Marburg 2007.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Professor Dr. Michael von Hauff. Abgerufen am 15. Februar 2020.
  2. Wissenschaftlicher Lenkungskreis. Abgerufen am 29. Januar 2020.
  3. Michael von Hauff: Von der Sozialen zur Nachhaltigen Marktwirtschaft. In: Michael von Hauff (Hrsg.): Die Zukunftsfähigkeit der Sozialen Marktwirtschaft. Metropolis, Marburg 2007, S. 349–392.
  4. Pressemitteilung der TU Kaiserslautern: Prof. Dr. Michael von Hauff mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis 2009 ausgezeichnet (Memento vom 11. November 2010 im Internet Archive)
  5. F.A.Z-Ökonomenranking 2015: Deutschlands einflussreichste Ökonomen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 4. September 2015, abgerufen am 9. August 2017.