Michel Graillier

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Michel Graillier (* 18. Oktober 1946 in Lens, Frankreich; † 12. Februar 2003 in Paris) war ein französischer Jazz-Pianist.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graillier lernte seit seinem vierten Lebensjahr klassisches Klavier und absolvierte eine Ingenieurausbildung in Lille. Nach Abschluss der Ausbildung ging er nach Paris, wo er Mitglied des Trios Chaméléon mit Aldo Romano und Jean-François Jenny-Clark wurde. Er arbeitete mit Jean-Luc Ponty und ab 1969 mit Steve Lacy. Mit Georges Arvanitas, René Urtreger und Maurice Vander bildete er die Gruppe Piano Puzzle (gleichnamiges Album 1970); außerdem war er Mitglied der Open Skye Unit von Jacques Pelzer.

Von 1972 bis 1974 war Graillier Mitglied der Gruppe Magma (mit Christian Vander); daneben arbeitete er auch mit Musikern wie Christian Escoudé, Barney Wilen, Steve Lacy und François Jeanneau. Als Pianist des Jazzclubs Riverbop trat er mit durchreisenden amerikanischen Musikern wie Philly Joe Jones und Steve Grossman auf.

Später war Graillier Mitglied der Gruppen Dréher und Magnetic Terrasse und trat in zwei Trioformationen mit Alby Cullaz und Christian Vander und mit Barney Wilen und Jacques Pelzer auf. 1977 lernte er Chet Baker kennen, den er zehn Jahre lang regelmäßig begleitete.[1] Daneben wirkte er als Begleiter von Éric Le Lann, Philip Catherine, Paolo Fresu, Pharoah Sanders, Barney Wilen und anderen.

In den 1990er Jahren trat Graillier im Trio mit Alby Cullaz und Simon Goubert, im Duo mit Riccardo Del Fra oder als Solist auf. Neben mehreren Alben mit Chet Baker[1] wirkte er als Sideman von Steve Grossman, Jacques Thollot, Steve McCraven, Daniel Humair, François Jeanneau und anderen. Er nahm auch Alben als Bandleader und Solist auf.

Graillier war verheiratet mit der Schlagzeugerin Micheline Pelzer.

Diskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pianos Puzzle mit Alby Cullaz und Bernard Lubat, 1972
  • Ad Lib mit Jean-François Jenny-Clark und Aldo Romano, 1976
  • Portrait in Black & White mit Alain Jean-Marie, 1995

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Reinhard Köchl: Chet Baker Trio: Live in Paris. In: Jazz thing. 23. Juni 2022, abgerufen am 23. Juni 2022.