Michelsburg (Pfalz)

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Michelsburg
Michelsburg im Jahr 1983

Michelsburg im Jahr 1983

Alternativname(n): St. Michaelsburg, Remigiusburg
Entstehungszeit: um 1100
Burgentyp: Höhenburg, Gipfellage
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Grafen
Bauweise: Quader, Sandstein
Ort: Haschbach am Remigiusberg
Geographische Lage 49° 31′ 21″ N, 7° 26′ 26,4″ OKoordinaten: 49° 31′ 21″ N, 7° 26′ 26,4″ O
Höhe: 368 m ü. NN
Michelsburg (Rheinland-Pfalz)
Michelsburg

Die Michelsburg, auch St. Michaelsburg oder Remigiusburg genannt, ist die Ruine einer Höhenburg im „Remigiusland“ auf dem 368 m ü. NN hohen Gipfel des Remigiusberges hoch über der Ortsgemeinde Haschbach am Remigiusberg im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entstehung der Gipfelburg auf dem Remigiusberg wird vor 1100 vermutet. Die erste urkundliche Erwähnung ist eine Urkunde des Mainzer Erzbischofs Adalbert I. vom 8. Oktober 1127. Mönche haben Raubrittern die Burg abgekauft und niedergerissen und an ihrer Stelle eine Benediktinerpropstei errichtet.

1260 wurde von Graf Heinrich von Zweibrücken die Burg als hölzernes Schloss wieder aufgebaut und später steinern umgebaut, erweitert und innen eine Kapelle errichtet (geweiht dem hl. Michael). Sie diente bis 1444 als Wohnsitz verschiedener Mitglieder der 2. Veldenzer Grafenlinie und war nach deren Aussterben bis 1524 Lehen der Ritter Blick von Lichtenberg. Ab 1524 ist Graf Ruprecht von Veldenz Besitzer der Burg und wird ab 18. November 1543 durch den Marburger Vertrag Stammburg der Grafenlinie Pfalz-Veldenz. Die Burg dient als Nebenresidenz, in der benachbarten Propsteikirche St. Remigius wurde eine Fürstengruft eingerichtet.

Im Dreißigjährigen Krieg wird die Burg stark beschädigt, im Pfälzischen Erbfolgekrieg erheblich zerstört und durch die Französische Revolution, sie war noch bewohnbar, endgültig zerstört.

1886 geht die Burg in den Besitz der Katholischen Kirchenstiftung Remigiusberg und wird 1972 bis 1974 restauriert.

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der ehemaligen Burganlage sind noch Reste der Vorwerksanlage mit Turm, Teile des vorgelagerten Halsgrabens, ein mit Sandsteinen gemauerter Brunnen mit 8 m Tiefe und 2,20 m im Durchmesser erhalten sowie Teile eines Torbogens. Besonders interessant sind die Reste einer imposanten Ringmauer.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Medding: Burgen und Schlösser in der Pfalz und an der Saar. Frankfurt am Main 1981
  • Jürgen Keddigkeit, Alexander Thon, Rolf Übel: Pfälzisches Burgenlexikon. Teil 3. I – N. 1. Auflage. Kaiserslautern 2005, ISBN 3-927754-51-X

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]