Remigiusberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Remigiusberg
Propsteikirche St. Remigius auf dem Remigiusberg

Propsteikirche St. Remigius auf dem Remigiusberg

Höhe 368 m ü. NHN
Lage Westpfalz (Deutschland)
Gebirge Nordpfälzer Bergland
Koordinaten 49° 31′ 18″ N, 7° 26′ 20″ OKoordinaten: 49° 31′ 18″ N, 7° 26′ 20″ O
Remigiusberg (Rheinland-Pfalz)
Remigiusberg
Besonderheiten auf der Bergkuppe:
Propsteikirche und Michelsburg

Der Remigiusberg im rheinland-pfälzischen Landkreis Kusel ist eine 368 m ü. NHN hohe Erhebung, die zum Westteil des Nordpfälzer Berglandes gehört und das Umland um etwa 120 m überragt.

Auf der Kuppe liegen nahe beieinander und lediglich durch eine flache Senke getrennt die Propsteikirche St. Remigius als einziges erhaltenes Gebäude der ehemaligen Propstei gleichen Namens und die Ruine der Michelsburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftaufnahme des Remigiusbergs, 2009

Der Berg als Zentrum des Remigiuslands liegt im äußersten Nordwesten der Pfalz westlich des Flusses Glan auf der Gemarkung der Ortsgemeinde Haschbach. 3 km östlich erhebt sich jenseits des Glans der 562 m hohe Potzberg.

Die Zufahrt auf den Remigiusberg erfolgt von Norden her über die Kreisstraße 69, die von der Kreisstraße 21 zwischen Haschbach und Rammelsbach abzweigt. Südlich der Kuppe des Remigiusbergs verläuft von West nach Ost die Landesstraße 362 als Verbindung zwischen Haschbach und Theisbergstegen.

Geschichte und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Propsteikirche – Eine Vorgängerburg aus dem 11. Jahrhundert musste um 1127 dem Bau eines Klosters weichen. Dies war eine Filialgründung der Benediktiner­abtei Saint-Remi in Reims zu Ehren des hl. Remigius und erhielt – wie später auch das Umland – dessen Namen, obwohl der Heilige, der im 5./6. Jahrhundert lebte, die Gegend nie besucht hatte.[1] Das Kloster wurde im Jahr 1526 im Gefolge der Reformation aufgelöst.[2] 15 Mitglieder des Hauses Pfalz-Veldenz (Grafschaft Veldenz) sind in der Propsteikirche beigesetzt.

Hauptartikel: Propsteikirche St. Remigius

Michelsburg – Ab 1260 wurde nahe der Propstei eine zweite Burg errichtet, die ihren Namen nach dem Patron der Burgkapelle, St. Michael, erhielt und heute Ruine ist. Die Burg gehörte anfangs der Grafschaft Veldenz, später dem wittelsbachischen Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Die Anlage wurde im Dreißigjährigen Krieg und im Pfälzischen Erbfolgekrieg stark beschädigt. Nachdem sie in den frühen 1790er Jahren durch französische Revolutions­truppen endgültig zerstört worden war, erfolgte 1794 die behördliche Freigabe als Steinbruch. 1973/74 wurden Sanierungsarbeiten durchgeführt.[3]

Hauptartikel: Michelsburg (Pfalz)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Remigiusland. remigiusberg.de, archiviert vom Original am 23. Februar 2015; abgerufen am 8. März 2011.
  2. Propsteikirche. remigiusberg.de, archiviert vom Original am 25. August 2014; abgerufen am 8. März 2011.
  3. Michelsburg. remigiusberg.de, archiviert vom Original am 16. Januar 2014; abgerufen am 8. März 2011.