Mikrometeorit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Mikrometeorit aus dem antarktischen Schnee

Mikrometeorite sind winzige Meteorite mit einer Größe von typischerweise einigen hundert Mikrometern bis zu einigen Millimetern. Mikrometeorite stehen in enger Beziehung zum interplanetaren Staub.

Etwa 95 % des auf die Erde einfallenden interplanetaren Materials besteht aus Mikrometeoriten. Mineralogisch und in der chemischen Zusammensetzung ähneln die meisten Mikrometeorite den kohligen Chondriten und nur verhältnismäßig wenige den gewöhnlichen Chondriten; bei den makroskopischen Meteoriten ist es gerade andersherum.

Vermutlich repräsentieren Mikrometeorite besser als makroskopische Meteorite die Häufigkeit der verschiedenen Typen von Asteroiden im Asteroidengürtel. Dabei wird allerdings vorausgesetzt, dass Mikrometeorite hauptsächlich aus dem Asteroidengürtel stammen. Das ist aber nicht gesichert, ihre Herkunft von Kometen wird ebenfalls diskutiert.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eva Ahnert-Rohlfs: Vorläufige Mitteilung über Versuche zum Nachweis von Meteoritischem Staub. Mitteilung der Sternwarte Sonneberg 45, 1954
  • Michel Maurette: Micrometeorites and the mysteries of our origins. Springer, Berlin 2006, ISBN 978-3-540-25816-2.
  • M.J. Genge, et al.: The classification of micrometeorites. Meteoritics & Planetary Science, Volume 43, Issue 3, S. 497–515, 2008, pdf
  • M.J. Genge, et al.: An urban collection of modern-day large micrometeorites: Evidence for variations in the extraterrestrial dust flux through the Quaternary. Geology (2017) 45 (2): 119-122, doi:10.1130/G38352.1
  • John Larsen: In Search of Stardust: Amazing Micrometeorites and Their Terrestrial Imposters. Voyageur Press, Minneapolis 2017, ISBN 076035264X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]