Mittleres Vermögen

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Das Mittlere Vermögen bzw. Median-Vermögen in einer Gesellschaft oder Gruppe bezeichnet die Höhe des Vermögens, das die Menge in zwei gleich große Hälften teilt, die der reicheren und die der ärmeren.

Neben Personen werden in manchen Erhebungen bzw. Studien auch Haushalte einer Gesellschaft (oft eines Landes) oder einer Gruppe als Bezugsgruppe für die Erhebung von Vermögen und damit auch für die Feststellung des mittleren Vermögens genommen.

Meist wird unter mittlerem Vermögen das mittlere Nettovermögen verstanden, also vorhandene Vermögenswerte (Assets) abzüglich Schulden bzw. Verpflichtungen (Liabilities).

Median-Nettovermögen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land Median-Netto-Vermögen in €

Erhebungsjahr

Deutschland 51.400 2010
Belgien 206.200 2010
Griechenland 101.900 2009
Spanien 182.700 2008
Frankreich 115.800 2010
Italien 173.500 2010
Zypern 266.900 2010
Luxemburg 397.800 2010
Malta 215.900 2010
Niederlande 103.600 2009
Österreich 76.400 2010
Portugal 75.200 2010
Slowenien 100.700 2010
Slowakei 61.200 2010
Finnland 85.500 2009

Die nebenstehende Tabelle zeigt das mittlere Nettovermögen europäischer Haushalte im Jahr 2010 für die Eurostaaten. Die zugrunde liegende Untersuchung (Eurosystem Household Finance and Consumption Survey) wurde von der Europäischen Zentralbank angegeben. Die hohen Unterschiede werden im entsprechenden Artikel erklärt.

Nach einer Studie des DIW hatten in Deutschland Personen über 17 Jahren im Jahr 2007 ein mittleres Netto-Vermögen von 15.300 Euro und ein durchschnittliches Nettovermögen (arithmetisches Mittel) von 88.000 Euro.[1]

Beide Studien zeigen, dass in Deutschland das mittlere Vermögen sehr stark von dem durchschnittlichen Vermögen abweicht. Das mittlere Vermögen ist etwa viermal geringer als das Durchschnittsvermögen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.bpb.de/wissen/CHTDJW,0,0,Verm%F6gensentwicklung.html http://www.bpb.de/files/92AVP0.pdf S. 54