Mizuno Toshikata

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Erinnerungsstele am Kanda Myōjin

Mizuno Toshikata (jap. 水野 年方; ursprünglicher Vorname: Kumejirō (粂次郎); geb. 6. März 1866 in Tōkyō; gest. 7. April 1908) war ein japanischer Holzschnitt-Künstler und -lehrer während der Meiji-Zeit.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Toshikata begann im Alter von 14 Jahren seine Ausbildung für Farbholzschnitt bei Tsukioka Yoshitoshi, von dem er das erste Schriftzeichen seines Vornamens erhielt. Bei Watanabe Shōtei (渡辺省亭; 1852–1918) studierte er klassische „Blumen-und-Vögel“-Malerei. Er schuf Bilder im späten Ukiyoe-Stil der Meiji-Zeit. Daneben schuf er, vermittelt durch Tsukioka, kleinformatige Bilder (口絵, kuchi-e) für Zeitungen und Magazine wie Yamato-Shimbun „Bunshō Sekai“. Er übertrug auch Drucke wie „Begrabener Baum“ (うもれ木, Umoreki) von Hashiguchi Goyō in ein kleines Format, das sie für Zeitungen geeignetes machte, Sashi-e (挿絵) genannt.

Während des Japanisch-Chinesischen Krieges 1894 bis 1995 schuf Toshikata eine Reihe von Triptychen mit Schlachtszenen. Er wurde Mitglied im „Japanischen Kunstverein“ (日本美術協会, Nihon bijutsu kyōkai), in der „Vereinigung junger Künstler“ (青年絵画協会; Seinen kaiga kyōkai), wurde 1898 Jurymitglied der „Nihongakai“ (日本画会), gehörte im selben Jahr zu den Unterstützern der Einrichtung des Nihon Bijutsuin.

Unter seinen bekanntesten Bildern finden sich „Satō Tadanobu kommt zum Hof“ (佐藤忠信参館図, Satō Tadanobu Sankan-zu) und „Kōtō no Naishi“ (勾当内侍) und Bild der Adeligen Kōtō no Naishi aus der Zeit der Nord- und Südhöfe im 14. Jahrhundert. Weiter gibt es Genre-Bilder und Bilder schöner Frauen von ihm.

Zu seinen Schülern gehören Kaburagi Kiyokata, Hirano Hakuhô (1879–1957), Ikeda Shôen (1883–1921) und andere. Er starb bereits im Alter von 43 Jahren, vermutlich durch Überarbeitung.

Drucke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anspielung während des derzeitigen Japanisch-Chinesischen Krieg auf den zu Katōs Zeiten.
  2. Satō Tadanobu war Samurai und Begleiter von Minamoto no Yoritomo.
  3. Im Japanisch-Chinesischen Krieg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Suzuki, Toshihiko (Hrsg.): Mizuno Toshikata. In: Nihon daihyakka zensho (Denshibukku-han), Shogakukan, 1996.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mizuno Toshikata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Mizuno der Familienname, Toshikata der Vorname.