Mobil ohne Auto

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Mobil ohne Auto (MoA oder MOa) ist die größte bundesweite verkehrspolitische Aktion, die jährlich am 3. Sonntag im Juni stattfindet, gefolgt vom Autofreien HochSchultag (AfH) am Dienstag danach. Das Ziel der Veranstaltung ist die Demonstration und Werbung für umwelt- und sozialverträgliche sowie demokratische Mobilität im Umweltverbund.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1981 ließen Christen in der damaligen DDR erstmals das Auto in einer gemeinsamen Aktion stehen. Mitarbeiter des Kirchlichen Forschungsheimes in Wittenberg und der ostdeutschen kirchlichen Umweltbildungsstelle mit dem Leiter Hans-Peter Gensichen riefen die Aktion „Mobil ohne Auto“ ins Leben. Mitte der 1980er-Jahre verband sich die Aktion auch mit der Tradition der westdeutschen Autofreien Sonntage, die sich über Bayern deutschlandweit auch über den Eisernen Vorhang ausdehnte. Seitdem unterstützen engagierte Bürger, Kirchen, Umwelt-, Heimat- und Sportverbände sowie Teile der öffentlichen Verwaltung den jährlichen Aktionstag.

Noch vor der Wende erfreute sich der Aktionstag auch in der alten Bundesrepublik wachsender Beliebtheit. Die Aktion wurde durch einen Autofreien Hoch-Schultag am darauffolgenden Dienstag erweitert. Anlässlich der Aktivitäten dieses Tages werden Landes- und Bundesstraßen für Autos gesperrt. Günstige Tagestickets oder „Nulltarif“ für Bus und Bahn machen in vielen Regionen das autofreie Angebot verlockend. Fußgänger-, Radler- und Inliner-Veranstaltungen, Straßenaktionen, Demonstrationen, Straßen- und Bahnhofsfeste, aber auch Bahn- und Straßenbahn-Sonderfahrten tragen zur Attraktivität des Aktionstages bei. Regionale Schwerpunkte bildeten sich im Süden und Norden sowie in Berlin um den UN-Weltumwelttag.

Regionale Schwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baden-Württemberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Baden-Württemberg nehmen am jährlichen am Mobil-ohne-Auto-Aktionstag rund 250.000 Menschen an etwa 150 Orten Angebote zu autofreier Mobilität mit Bahnen, Bussen, Rädern, Inlinern, Schiffen und zu Fuß wahr. Schwerpunkte waren bisher in der Rhein-Neckar-Region, im Neckartal zwischen Heilbronn und Mosbach, im Nagoldtal, am Bodensee, am Hochrhein und im großen Lautertal. Das Bundesland ist bisher Spitzenreiter bei der Zahl der Veranstaltungen und Teilnehmer(innen).

Hamburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrradsternfahrt Hamburg

Seit 1995 veranstalten Umwelt- und Verkehrsgruppen in Hamburg und Umgebung Aktionen zum Mobil-ohne-Auto-Tag, von denen die größte die jährliche Fahrradsternfahrt ist. Routen aus der niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Umgebung machen die Sternfahrt zu einer zentralen norddeutschen Veranstaltung. In den letzten Jahren fuhren jeweils rund 10.000 Menschen mit, 2009 sogar etwa 18.000. Erstmals sperrte die Hamburger Stadtregierung den Verkehr auf vielen Straßen, da der Tag auch offiziell zum freiwilligen autofreien Tag erklärt wurde. Die öffentlichen Verkehrsmittel konnten kostenlos benutzt werden.

Weitere Regionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Bundesländern Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen (Köln), Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen finden ebenfalls Veranstaltungen statt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]