Modelliermasse

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Als Modelliermasse[1] bezeichnet man Materialien, die in der Bildhauerei und im Modellbau im hinzufügenden, antragenden oder additiven Verfahren zur Herstellung von Objekten verwendet werden. Im Gegensatz dazu stehen Materialien, aus denen das Objekt im wegnehmenden, subtraktiven Verfahren gebildet wird, zum Beispiel in der Bearbeitung von Steinen wie Marmor oder dem Herausarbeiten eines Objektes aus einem Holz- oder Polystyrolblock.

Herkömmliche Modelliermassen sind Gips, Ton und Lehm, Knetmasse, Wachs und Pappmaché. Während Gips und Pappmaché selbsthärtende Materialien sind, die ohne weitere Verarbeitung aushärten, muss Lehm beziehungsweise Ton bei 900 bis 1200 Grad Celsius gebrannt werden, um eine harte Struktur zu erhalten (die sogenannte Keramik). Wachs dagegen bleibt weich und kann nicht verfestigt werden. Bei den Knetmassen gibt es solche, die weich bleiben und solche, die fest aushärten (Plastilin).

Das Aushärten der Modelliermasse gibt dem Objekt eine endgültig feste Form. Nichthärtendes Material kann dagegen wiederverwendet werden, nachdem davon ein Abguss, zum Beispiel ein Bronzeguss, hergestellt wurde. Auch Ton wird häufig nicht gebrannt, sondern nach der Herstellung einer Gussform wiederverwertet.[2]

Schubi-Mehl ist eine Modelliermasse aus vorgeleimten Holzmehl, die nach Fertigstellung und Lufttrocknung wie Holz mit Werkzeug weiter bearbeitet und behandelt werden kann.[3]

Fimo ist eine Modelliermasse aus PVC, Farben, Füllstoffen und Weichmachern mit teilweise toxischen Eigenschaften. Demgegenüber ist Salzteig eine sogar essbare Alternative.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Duden Band 1, Die deutsche Rechtschreibung, 25. Auflage, Bibliographisches Institut AG, Mannheim, 2009, S. 743
  2. Bildbeispiele zum Modellieren mit Wachs und Gips
  3. Website der Firma Schubi