Momotarō

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Momotarō
Darstellung auf einer ungarischen Sonderbriefmarke von 1960

Momotarō (jap. 桃太郎, dt. etwa: „Pfirsichjunge“) ist eine beliebte Figur des japanischen Volksglaubens. Der Legende nach schlüpfte Momotarō aus einem Pfirsich.

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem japanischen Dorf lebte ein Ehepaar, das sich nach Kindern sehnte. Eines Tages trieb ein großer und schöner Pfirsich auf dem Wasser des nahen Flusses, und die Ehefrau, die ihn bemerkte, fing ihn ein und brachte ihn zu sich nach Hause. Als die beiden aber den Pfirsich in zwei Hälften aufteilten, sprang ein kleiner Junge daraus hervor. Sie nannten ihn Momotarō, was Pfirsichjunge bedeutet.
Die beiden Eheleute liebten ihren neuen Sohn sehr und kümmerten sich gut um ihn, und Momotarō wuchs heran und wurde stark und klug.
Als Erwachsener geht er auf Abenteuerfahrt, um die Menschen vor Ungeheuern zu beschützen. Dabei wird er von einem Affen, einem Fasan und einem Hund unterstützt.

Heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Momotarō wird besonders in Okayama und auf der Insel Shikoku verehrt. Das Thema wird in der populären Literatur und in Filmen oft bearbeitet.
Der Momotaro begleitende Fasan war namensgebend für den Fußballverein Fagiano Okayama (Fagiano ist italienisch und bedeutet "Fasan").

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ralph F. McCarthy; Ioe Saito: The Adventure of Momotaro, the Peach Boy. Kodansha's Children's Classics, 2000, ISBN 4-7700-2098-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]