Monolog

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Monolog (Begriffsklärung) aufgeführt.

Der Monolog (gr. μόνος mónos „allein“ und -log; lat. Soliloquium) ist im Gegensatz zum Dialog ein Selbstgespräch und findet vor allem im Drama Verwendung. Er richtet sich nicht direkt an einen Zuhörer, sondern an eine imaginäre Person. Faktisch ist das Publikum Adressat des Monologisierenden. Eine Sonderform des Monologs ist der Innere Monolog in der Erzählprosa.

Der Ausdruck Monolog bezeichnet auch eine Rede, die so formuliert ist, als sei sie nicht an einen Zuhörer oder Gesprächspartner gerichtet.

Oftmals wird damit nicht das alltägliche Selbstgespräch bezeichnet, sondern der bewusste Einsatz des alleinigen Redens, in der Kunst, vor allem im Theater und in der Literatur, zusammen mit Gesten. Dort dient der Monolog häufig dazu, Gedanken und seelische Vorgänge einer Person hörbar oder lesbar nach außen zu tragen und damit für Zuschauer oder Leser deutlich werden zu lassen.

In vielen Theaterstücken bilden Monologe einen dramatischen Höhepunkt oder bezeichnen einen Wendepunkt der Handlung. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Hamlet-Monolog von Shakespeare.

Im Englischen, Französischen und anderen Sprachen wird in der Literaturwissenschaft noch eine wichtige Sonderform des Monologs unterschieden. Diese Sonderform wird als (engl.) Soliloquy bezeichnet und erlaubt im Drama – im Gegensatz zum Monolog – Zuhörer. in gewisser Weise handelt es sich um ein meist dramatisches Selbstgespräch.

Literarische Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literarische Werke, die unter dem Titel Monolog oder in Monologform erschienen sind

Berühmte Monologe der Weltliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Habe nun, ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie durchaus studiert, mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, daß wir nichts wissen können! Das will mir schier das Herz verbrennen …“

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]