-logie

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Das Suffix -logie (griechisch und lateinisch -logia; von altgriechisch λόγος lógos, deutsch ‚Wort, Gegenstand der Rede, richtige Einsicht, Vernunft, speziell [philosophischer] Lehrsatz bzw. im Plural wie lateinisch litterae in der Bedeutung Wissenschaften)[1] bezeichnet seit dem frühen 16. Jahrhundert, als das Substantivsuffix im abendländischen Humanismus gehäuft zur Benennung einer wissenschaftlichen Disziplin verwendet wurde,[2] in der Regel die Wissenschaft eines bestimmten (Fach-)Gebietes. Einige der mit -logie gebildeten Wörter stammen tatsächlich (als Ganzes) aus der Antike, z. B. Etymologie (altgriechisch ἐτυμολογία etymología, deutsch ‚Ableitung eines Wortes aus seiner Wurzel und Nachweisung seiner eigentlichen, wahren Bedeutung‘, lateinisch etymologia ‚Ableitung und Erklärung eines Worts aus seinem Wortstamm‘).[3][4] Die meisten dieser Wörter sind jedoch erst in der Neuzeit nach demselben Muster gebildet worden, z. B. Klimatologie.

Die folgende Liste verzeichnet ausschließlich Wörter, in denen -logie die Bedeutung ‚Wissenschaft‘ oder ‚Lehre‘ hat. Es gibt jedoch Ausnahmen. Unter anderem in folgenden Wörtern hat -logie nicht die Bedeutung „Wissenschaft“:

-logie und -nomie

Die Endung -nomie (von altgriechisch νόμος nómos, deutsch ‚Gesetz, Sitte, Brauch‘)[5] bezeichnet oft eine Wissenschaft oder Lehre, ebenso wie -logie. Jedoch haben analoge Wortbildungen mit -logie und -nomie jeweils verschiedene Bedeutungen. Beispiele:

Während das Suffix -logie meist auf eine theoretische Wissenschaft hinweist, werden mit -nomie eher praxis- bzw. anwendungsbezogene Bereiche benannt. Eine Ausnahme ist Astrologie (= Sterndeutung, nichtwissenschaftlich) vs. Astronomie (= Sternkunde, wissenschaftlich; ging aus der Astrologie hervor).

A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

C[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

D[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

E[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

F[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

G[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

H[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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U[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

V[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

X[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Z[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Pape, Max Sengebusch (Bearb.): Handwörterbuch der griechischen Sprache. 3. Auflage, 6. Abdruck. Vieweg & Sohn, Braunschweig 1914 (zeno.org [abgerufen am 9. Oktober 2019]).
  2. Axel W. Bauer: Was ist der Mensch? Antwortversuche der medizinischen Anthropologie. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen 8/9, 2012/2013, ISBN 978-3-86888-077-9, S. 437–453, hier: S. 441.
  3. Wilhelm Pape, Max Sengebusch (Bearb.): Handwörterbuch der griechischen Sprache. 3. Auflage, 6. Abdruck. Vieweg & Sohn, Braunschweig 1914 (zeno.org [abgerufen am 9. Oktober 2019]).
  4. Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. 8., verbesserte und vermehrte Auflage. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1918 (zeno.org [abgerufen am 9. Oktober 2019]).
  5. Wilhelm Pape, Max Sengebusch (Bearb.): Handwörterbuch der griechischen Sprache. 3. Auflage, 6. Abdruck. Vieweg & Sohn, Braunschweig 1914 (zeno.org [abgerufen am 9. Oktober 2019]).
  6. Leonid Sytenko: Symposion über Vladimir Solov’ev. Ostkirchliches Institut Regensburg, abgerufen am 13. November 2012.