Montfortaner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Icon tools.svg Dieser Artikel wurde aufgrund von akuten inhaltlichen oder formalen Mängeln auf der Qualitätssicherungsseite des Portals Christentum eingetragen.

Bitte hilf mit, die Mängel dieses Artikels zu beseitigen, und beteilige dich bitte an der Diskussion.

Die Montfortaner sind eine katholische Priestergemeinschaft mit apostolischer Ausrichtung zur Förderung der Marienverehrung und Gemeindeseelsorge. Ihr lateinischer Name lautet Societas Mariae Montfortana (Ordenskürzel SMM). Der Orden wurde 1705 vom Volksmissionar Louis-Marie Grignion de Montfort in Poitiers gegründet. Seine Marienverehrung ist noch heute ein wesentlicher Teil der Ordensspiritualität, die sich auch in der Krankenpflege äußert.

Die Frühphase der jungen Kongregation war geprägt durch den Tod ihres Gründers im Jahr 1716, die geringe Mitgliederzahl und die daraus resultierenden Schwierigkeiten bei der kirchlichen Anerkennung. Eine Wiederbelebung der daniederliegenden Kongregation initiierte Gabriel Deshayes, der als Generaloberer (1821–1841) eine kirchliche Anerkennung erwirkte, dadurch die Mitgliederzahl erheblich vermehrte und 1829 die Eröffnung des Seligsprechungsprozesses Montforts erreichte. Seit 1871 betreibt die Kongregation Missionsarbeit außerhalb Frankreichs, u. a. in Haiti und seit 1901 in Kolumbien. 1888 führte die Seligsprechung des Gründers zur wissenschaftlichen Aufarbeitung seiner spirituellen Werke und zu deren Verbreitung. 1904 wurden die Satzungen nach der Ordensregel von 1713 endgültig approbiert. 1962 zählte die Gemeinschaft 1.853 Mitglieder, die in sieben internationalen Missionsprovinzen wirkten. Seit 1948 betreiben die Montfortaner in Deutschland Niederlassungen, woraus sich 1979 eine Ordensprovinz etablierte. Der Sitz des Provinzials ist in Bonn.[1][2]

2017 war die Gemeinschaft in 36 Ländern vertreten und unterhielt in 10 Ordensprovinzen 156 Pfarren, in denen 606 Priester und 240 Religiosen wirkten.[3] Hinzu kamen einige Regionen und Vikariate. Die Schwerpunkte der Arbeit der Montfortaner Patres liegen in der Gemeindeseelsorge, aber ebenso außerordentliche Pastoral wie Jugendarbeit, kirchlicher Beratungsdienst, Exerzitien und Einkehrtage, Krankenhausseelsorge, Krankenpflege. Seit 2005 ist Santino Brembilla, der William Joseph Considine nachfolgte, der Generalsuperior des Ordens.

Bekannte Montfortaner-Patres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl Suso Frank: Montfortaner. In: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche. 3. Auflage. Band 7. Herder, Freiburg 1998, ISBN 3-451-22007-5, Sp. 445.
  2. Michael Goltstein: Montfortaner. In: Lexikon für Theologie und Kirche. 2. Auflage. Band 7. Herder, Freiburg 1962, Sp. 590.
  3. Statistics. In: catholic-hierarchy.org. Abgerufen am 12. April 2021 (englisch).