Moria (Computerspiel)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Moria
Leitende Entwickler Robert Alan Koeneke
Erstveröffent-
lichung
1983
Plattform Amiga, DOS, Großrechner, Linux, Mac OS, Palm OS
Genre Computer-Rollenspiel
Thematik Der Herr der Ringe
Spielmodus Einzelspieler
Sprache Englisch
Aktuelle Version 5.2.2 (März 1999)

Moria ist ein Computer-Rollenspiel des Untergenres Rogue-like, das in der Herr-der-Ringe-Welt Mittelerde spielt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Moria geht es darum, einen Balrog tief in den Minen von Moria zu töten.

Spielprinzip und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausschnitt eines Screenshots
Beispiel einer Charakterübersicht

Die Mine besteht aus Spielabschnitten (Leveln). Jedes Level liegt unterhalb des vorherigen, ist von stärkeren Gegnern bevölkert und mithin für den Spieler schwieriger zu bewältigen. Die Spielfigur wird über Attribute wie Stärke oder Intelligenz definiert, die die grundlegenden Eigenschaften und Fähigkeiten der Spielfigur sowie ihr Befehlsrepertoire beeinflussen. Die Levels werden durch ASCII-Zeichen dargestellt, also durch den voreingestellten Zeichensatz eines Computers. Die Levels werden prozedural generiert, also per Zufall nach bestimmten Vorgaben erstellt, und bestehen aus Räumen und die Räume verbindenden Gängen. Durch den Verzicht auf individuelle Grafik ist das Spiel sehr kompakt. Dargestellt wird das jeweils aktuelle Level, dessen Größe durch den Bildschirm beschränkt wird; der Spieler sieht vom Level einerseits die unmittelbare Umgebung der Spielfigur und andererseits die in diesem Level bereits erforschten Räume. Ziel eines jeden Levels (mit Ausnahme des letzten) ist das Auffinden des Ausgangs zum nächsten Level. Erschwert wird die Suche durch computergesteuerte Gegner, die es zu bekämpfen gilt. Zur Unterstützung des Spielers sind in jedem Level per Zufall Gegenstände verteilt, die vom Spieler aufgenommen und angewendet werden können; hierbei kann es sich beispielsweise um Rüstung zum Schutz der Spielfigur oder um Tränke zur Wiederherstellung ihrer Lebensenergie handeln.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Version wurde 1983 von Robert Alan Koeneke für die VAX 11/780 veröffentlicht und war in VMS Basic geschrieben. Die aktuelle Version des Spiels ist die 5.2.2 vom März 1999. Eine Version von Moria (UMoria) bildet die Basis des wesentlich bekannteren Angband. Das kompilierte Spiel ist für Amiga, IBM-PC, Macintosh und Palm OSherunterladbar, ebenso wie der Quellcode.[1] Außerdem existieren weitere Varianten für Linux und Windows. Die Urversion UMoria und die meisten Versionen von Moria stehen jedoch nicht unter einer freien Lizenz, obwohl der Quellcode frei verfügbar ist. Im Jahr 2007 wurde UMoria unter der GNU General Public License re-lizenziert.[2]

Moria hat die Entwicklung vieler Computer-Rollenspiele beeinflusst, beispielsweise war es eine Inspirationsquelle für die Entwicklung von Diablo.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Information auf roguelike-palm.sourceforge.net
  2. Freeing an old game by Ben Asselstine on Free software magazine (2007-03-12)
  3. EscapistMagazine.com: Secret Sauce: The Rise of Blizzard. Abgerufen am 16. Oktober 2017.