Muir-Gletscher

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Muir-Gletscher
Muir-Gletscher (rechts) und Morse-Gletscher im Jahr 1994

Muir-Gletscher (rechts) und Morse-Gletscher im Jahr 1994

Lage Alaska (USA)
Gebirge Alsek Ranges (Eliaskette)
Typ Talgletscher
Länge 19 km
Exposition Süd
Höhenbereich 1400 m – m
Breite ⌀ 1,6 km
Koordinaten 59° 8′ N, 136° 23′ WKoordinaten: 59° 8′ N, 136° 23′ W
Muir-Gletscher (Alaska)
Muir-Gletscher
Entwässerung Muir Inlet (Glacier Bay)
Besonderheiten bis 1993 noch Gezeitengletscher; Gletscherrückzug
Rückzug des Gletschers zwischen 1941 und 1982

Rückzug des Gletschers zwischen 1941 und 1982

Der Muir-Gletscher ist ein Gletscher im Glacier-Bay-Nationalpark in Alaska, rund 124 km nordwestlich von Hoonah.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Nährgebiet des Gletschers befindet sich an der Südflanke der Takhinsha Mountains in den Alsek Ranges. Von dort strömt er in südöstlicher Richtung zum Muir Inlet, einem Fjord der Glacier Bay. Zwischen 1941 und 2004 hat sich der Muir-Gletscher durch die Gletscherschmelze um zwölf Kilometer zurückgezogen, so dass er heute nicht mehr das Meer erreicht.[1]

Gletscherentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund des stetigen Rückzugs im Laufe des 20. Jahrhunderts verwandelte sich der Muir-Gletscher um das Jahr 1993 von einem Gezeitengletscher zu einem Landgletscher.[2] Anfang der 2000er Jahre betrug die Eisgeschwindigkeit am unteren Gletscherende knapp 50 m pro Jahr.[2] Die Eisdicke verringert sich stetig. Die Gletscherspalten, typisch für Gezeitengletscher, schlossen sich mittlerweile.[2] Der Gletscherrückzug ist so weit fortgeschritten, dass der von Westen kommende Morse-Gletscher in der Zwischenzeit einen eigenständigen Gletscher darstellt.

Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benannt wurde der Gletscher nach John Muir (1838–1914), einem schottisch-amerikanischen Universalgelehrten, der den Gletscher 1879 entdeckt hat.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Muir-Gletscher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. National Snow and Ice Data Center: Repeat Photography of Glaciers
  2. a b c Daniel E. Lawson: An Overview of Selected Glaciers in Glacier Bay (PDF, 698 KB) National Park Service, U.S. Dept. of the Interior. Februar 2004. Abgerufen am 22. November 2017.
  3. Muir Glacier im Geographic Names Information System des United States Geological Survey