Museumsdokumentation

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Die Museumsdokumentation beschäftigt sich mit der Dokumentation in Museen. Sie umfasst die Sammlung, Erschließung und Zugänglichmachung von Informationen zu Museumsobjekten.[1] Die Museumsdokumentation kann als Teilgebiet der Museologie angesehen werden.

Grundlagen[Bearbeiten]

Parallel zur Dokumentation erfolgt die Katalogisierung, also die Einarbeitung des Objektes in die Klassifikation des Museums. Geschah dies früher zumeist mittels einer auf Karteikarten basierenden Systematik, so werden heute hierfür immer häufiger moderne Datenbanksysteme eingesetzt, die zum Teil bereits für die Internetrecherche online verfügbar sind (z. B. das Projekt DigiCult oder die Objektdatenbanken des Deutschen Historischen Museums und des Stadtgeschichtlichen Museums in Leipzig). Darüber hinaus wurde begonnen die Online-Ressourcen der verschiedenen Einrichtungen in Deutschland mittels einer gemeinsamen Suchmaschine national (BAM-Portal) und international (Europeana) zentral zugänglich zu machen. Die Anzahl der Museumsobjekte ist hierbei naturgemäß geringer als die nachgewiesenen Materialien aus Archiven und Museen.

Während Bibliotheken und Archive auf konkrete Titel zurückgreifen oder diese bilden können, um ein Objekt relativ exakt einzuordnen, ist die Erschließung musealer Objekte ungleich schwieriger. Aus diesem Grund kommt kontrolliertem Vokabular wie Thesauri, Klassifikationen wie Iconclass[2] und Schlagwortkatalogen auch in der Museologie große Bedeutung zu.[3] Für kulturgeschichtliche Museen hat vor allem der Schweizer Walter Trachsler auf diesem Gebiet Pionierarbeit geleistet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Hochschulen und Studiengänge

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Leitfaden für die Dokumentation von Museumsobjekten. - Berlin : Deutscher Museumsbund, 2011, ISBN 978-3-9811983-6-2, S. 15
  2. Karin Ludewig: Normdaten in der Museumsdokumentation (Deutsch, PDF; 78 kB) In: 5. BSZ-Kolloquium am 25. November 2003 in Mannheim. BSZ. S. 80. 19. November 2008. Abgerufen am 22. Januar 2010: „Iconclass ist ein internationales Klassifikationssystem für die ikonographische Beschreibung von Bildern und ist damit für kunst- und kulturhistorische Museen und Forschung interessant. [...] Das Land Baden-Württemberg hat solche Lizenzen für den Gebrauch von Iconclass in den Kunstmuseen des Landes Baden-Württemberg erworben. Bereits eingesetzt wird Iconclass bei der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe [...]“
  3. vgl. www.museumsvokabular.de