Nacht (Roman)

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Nacht (im amerikanischen Original: Night; a Novel) ist das 1950 entstandene Erstlingswerk des durch Der Nazi & der Friseur bekannt gewordenen deutsch-jüdischen Schriftstellers Edgar Hilsenrath. Der Roman erschien 1954 in den USA, in Deutschland aber erst 1964 in einer sehr kleinen Auflage im Kindler Verlag.[1]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Buch schildert das Leben und den Kampf um das Überleben des osteuropäischen Juden Ranek im fiktiven Ghetto Prokow in der ukrainischen Ruinenstadt Prokow am Dnjestr. Es wird die ausweglose Situation von Menschen unter Hunger, Krankheit, Ohnmacht und Angst dargestellt, die zu einer sich steigernden Brutalisierung der Opfer führt.[2][3]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die erste Auflage aufgrund von verlagsinternen Querelen größtenteils ignoriert wurde, verriss Fritz J. Raddatz die zweite, während sie von Niels Höpfner als unsentimentaler „schwerer Brocken Trauerarbeit“ gelobt wurde. Auch Jan Süselbeck zeigte sich angesichts der Neuauflage 2006 von dem Roman stark beeindruckt.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bestselling German-Jewish Author Satirizes the Holocaust, Deutsche Welle, 2. April 2011
  2. Besprechung von Niels Höpfner aus der Frankfurter Rundschau, 1978 (Memento vom 26. Januar 2011 im Internet Archive)
  3. Ulf Heise, @1@2Vorlage:Toter Link/www.maerkischeallgemeine.de(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Edgar Hilsenrath wird 85 Jahre alt) , Märkische Allgemeine, 2. April 2011
  4. Rezension bei Perlentaucher