Nadelkissen

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Industrielles Nadelkissen mit Klettbändern zur Befestigung am Unterarm

Das Nadelkissen ist ein kleines, zirka 30 cm² großes Kissen, das mit weichem Material (Stoffreste, Watte) gefüllt ist. Es wird häufig aus Filz oder besticktem Stramin hergestellt.

Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Nadelkissen dient der Aufbewahrung von Nähnadeln, die in das Nadelkissen gesteckt werden, um Verletzungen durch versehentliches Greifen auf die Spitze der Nadel auszuschließen. Die Unterseite als Standfläche des Nadelkissens ist meist aus einem Stück steifen Kartons gefertigt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Nadelkissen

Nadelkissen kamen erst auf, als Nadeln als Industrieprodukt billig wurden und durch Vernickeln oder Verchromen gegen Rost geschützt werden konnten. Vorher waren Nadeln wertvoll und wurden zum Beispiel in kleinen mit Fett gefüllten Büchsen aufbewahrt.

Margarete Steiff nähte nach einem Schnittmuster aus der Zeitschrift Modenwelt vom 8. Dezember 1879 ein Nadelkissen in Elefantenform. Dieses „Elefäntle“ war bald als Spielzeug beliebt und bildete den Grundstein für das deutsche Spielwarenunternehmen Steiff.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. steiff.com: Das Haus Steiff/Geschichte (Memento des Originals vom 23. Mai 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.steiff.com, Zugriff am 22. Mai 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nadelkissen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
WiktionaryWiktionary: Nadelkissen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen