Nagelkeilexzision

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Zwei Tage nach OP beim Verbandswechsel

Die Nagelkeilexzision, auch Emmert-Plastik, ist ein medizinisches Behandlungsverfahren, das bei Unguis incarnatus (eingewachsenem Nagel) angewandt wird.

Foto ca. 2 Wochen nach der OP

Unter Lokalanästhesie wird ein keilförmiges Stück des betroffenen Zehen- oder Fingernagels mitsamt dem zugehörigen Teil des Nagelbettes entfernt. Die Haut wird dazu parallel zur Längsseite des Nagels eingeschnitten und ein Gewebekeil mit dem eingewachsenen Nagel bis auf den Knochen entfernt. Die Wunde wird anschließend nur adaptiert, nicht straff genäht. Die Wunde heilt ohne weitere Maßnahmen unter einem sterilen Verband mit PVJ-Salbe (Jod-Salbe) aus.

Foto ca. 2 Monate nach OP

Durch diesen Eingriff wird unter anderem das Nagelbett verkleinert, so dass der Zehennagel anschließend in schmalerer Form nachwächst und somit nicht mehr seitlich in den Nagelwall einschneidet. Die vollständige Heilung dauert etwa zwei bis drei Wochen. In dieser Zeit soll der vordere Teil des Fußes möglichst wenig bewegt werden.

Bei der Operation muss der Nagelsporn bis zu seinem Ansatz verschmälert werden. Bleibt auch nur ein kleiner Teil davon in der ursprünglichen Breite zurück, so führt dies beim Nachwachsen zu massiven Problemen. Bei sorgfältiger Operation wird eine hohe Rückfallquote vermieden.

In manchen Fällen kann die Operation durch eine Nagelkorrekturspange vermieden werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rammelt S., e.a.: Zur Behandlung des eingewachsenen Zehennagels. In: Der Chirurg, Springer, 2003; hier online
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