Natriumdithionat

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Strukturformel
Kristallstruktur Strukturformel von Natriumdithionat
Allgemeines
Name Natriumdithionat
Summenformel Na2O6S2
CAS-Nummer
  • 7631-94-9
  • 10101-85-6 (Dihydrat)
PubChem 146045
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 206,11 g·mol-1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

2,19 g·cm-3[1]

Schmelzpunkt

200 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser (13,39 Gew.% bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Natriumdithionat ist eine anorganische chemische Verbindung des Natriums aus der Gruppe der Dithionate.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Natriumdithionat kann durch Reaktion von Mangandithionat (dargestellt durch Reaktion von Mangandioxid mit Schwefeldioxid) mit Natriumcarbonat gewonnen werden.[1]

\mathrm{MnO_2 + 2 \ SO_2 \longrightarrow MnS_2 O_6}
\mathrm{MnS_2 O_6 + Na_2 CO_3 \longrightarrow Na_2 S_2 O_6 + MnCO_3}

Alternativ kann es auch durch Reaktion einer heißen Bariumdithionatlösung mit Natriumcarbonat oder Natriumsulfat dargestellt werden.[1]

\mathrm{BaS_2 O_6 + Na_2 CO_3 \longrightarrow Na_2 S_2 O_6 + BaCO_3}
\mathrm{BaS_2 O_6 + Na_2 SO_4 \longrightarrow Na_2 S_2 O_6 + BaSO_4}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Natriumdithionat ist ein farbloser, sehr luftbeständiger Feststoff, der leicht löslich in Wasser und unlöslich in Alkohol ist. Er liegt in Form eines Dihydrates vor, bei dessen Erhitzen zwischen 60 und 110 °C das Kristallwasser abgegeben wird. Oberhalb 200 °C findet quantitative Zersetzung in Natriumsulfat und Schwefeldioxid statt.[1] Das Dihydrat hat eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Pnma.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I, Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 395.
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3.  Jean d'. Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer DE, 1998, ISBN 364258842-5, S. 624 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).