Naturschutzgebiet Alte Ruhr-Katzenstein

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Alte Ruhr-Katzenstein
Ruhraltarm und Katzenstein

Ruhraltarm und Katzenstein

Lage Hattingen, Ennepe-Ruhr-Kreis, Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
WDPA-ID 162095
Geographische Lage 51° 24′ N, 7° 15′ OKoordinaten: 51° 24′ 9″ N, 7° 14′ 41″ O
Naturschutzgebiet Alte Ruhr-Katzenstein (Nordrhein-Westfalen)
Naturschutzgebiet Alte Ruhr-Katzenstein
Einrichtungsdatum 1950
f6
Burg Blankenstein mit Teilen des NSG

Das Naturschutzgebiet Alte Ruhr-Katzenstein ist ein erstmals 1950 ausgewiesenes Naturschutzgebiet in Hattingen, Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen (NSG EN-003). Es befindet sich im Gebiet zwischen Burg Blankenstein und Steinenhaus. Es umfasst einen Altarm der Ruhr und den Katzenstein. Der Altarm wird durch den Pleßbach gespeist. Das NSG geht im Norden bis an die Ruhr und die Stadtgrenze von Hattingen. Auch im Osten geht das NSG bis zur Stadtgrenze. Das NSG wird durch die L 924 und L 551 in drei Teile geteilt. Auch die nicht mehr in Betrieb befindliche Bahnlinie Hattingen - Hagen in West-Ost- Richtung verläuft am Auenrand. Das Gebiet wird im Südosten von einer Hochspannungsleitung gequert. Das Haus Kemnade liegt wie eine Insel im NSG, während Burg Blankenstein knapp außerhalb des Schutzgebietes liegt. Teilweise schließt sich direkt an das NSG die Bebauung an.

Gebietsbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Berg Katzenstein befindet sich ein Hainsimsenbuchenwald. Eingestreut in den Bestand sind Eichen, Birken, Hainbuche, Fichten, Lärchen und Kiefern vorhanden. Die Strauchschicht im NSG wird von Ilex-Beständen dominiert. Die westlich des Katzensteins gelegenen Ruhrsteilhänge sind überwiegend mit einem älteren Buchenbestand bestockt. Die Ruhrsteilhänge sind durch einige tief eingeschnittene Siepen gegliedert, die temporär wasserführende Bäche ohne typische Vegetation aufweisen. Die Ruhraue im NSG wird landwirtschaftlich als Wiese genutzt. Früher vorhandene Äcker und Weiden sind in intensiv genutzte Wiesen umgewandelt worden. Im Grünland befinden sich einige Flutmulden auf. Zur Ruhr hin liegen Buhnen. Es gibt kaum Gehölze in der Aue nur am Ostrand stockt eine lückige Hecke. Westlich der Kemnader Straße liegt ruhrbegleitend ein 60 bis 120 m breiter Grünlandstreifen mit einer Brunnenreihe zur Wassergewinnung, die am Ostrand in eine von jüngeren Gehölzen und älteren Rosskastanien umgebene Brunnenanlage übergeht. Im Süden der Aue liegt auf beiden Seiten der Kemnader Straße ein Altarm, der bei Hochwassern der Ruhr überflutet wird. Hier wachsen Röhrichtbestände und eine großflächige, vom Drüsigen Springkraut beherrschte, nasse Hochstaudenflur. Lokal stocken Weichholzbestände und stellenweise viel Riesen-Bärenklau. Südlich der Bahnlinie speist der Plessbach den Altarm mit Wasser. Verlandungszonen mit Schwadenröhrichten, Rohrglanzgrasbeständen und ausgedehnte Dickichte des Breitblättrigen Rohrkolbens sind hier zu finden.

Schutzzweck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das NSG wurde zum Schutz der Hangwälder und der Ruhraue mit Altarmresten ausgewiesen. Ferner zur Erhaltung zum Teil gefährdeter Pflanzen- und Tierarten, insbesondere der Altarmreste als bedeutender Rückzugsraum und zur Wiederherstellung einer naturnahen Auenlandschaft mit extensiven Nutzungsformen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]