Nekrektomie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Amputationsszene an einem Bein mit Gangrän im 17. Jahrhundert, von Wilhelm Fabry

Unter Nekrektomie, auch Nekrosektomie (eine Komposition aus Nekrose, griechisch νέκρωσις nékrosis, deutsch ‚Absterben‘ und Ektomie, griechisch εκτομή, deutsch ‚Herausschneiden‘), versteht man in der Chirurgie das in der Regel vollständige Entfernen von nekrotischem (abgestorbenem) Gewebe. Die Nekrektomie ist ein auf Nekrosen beschränktes Débridement.[1]

Ein Beispiel für eine Nekrektomie ist das operative Abtragen von verbrannter Haut. Die Nekrektomie kann erforderlich sein, um einer Sepsis vorzubeugen. Die Nekrektomie von Pankreasnekrosen, die durch eine schwere akute Pankreatitis entstanden sind, ist ein anderes Beispiel. Hier kann die Nekrektomie auch minimalinvasiv erfolgen (endoskopische Nekrosektomie).[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. M. Bühler, M. Engelhardt, H. Schmidt: Septische postoperative Komplikationen. Verlag Springer, 2003, ISBN 3-211-83811-2, S. 76–79. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  2. U. Will, R. Gerlach u. a.: Endoskopische Nekrosektomie – eine geeignete & sichere alternative Behandlungsoption für infizierte organisierte Pankreasnekrosen (IOPN) bei schwerer akuter Pankreatitis (Fallserie von 18 Patienten). In: 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. 20. bis 23. April 2010 in Berlin, doi:10.3205/10dgch681