Neuer Pavillon

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Der Neue Pavillon

Der Neue Pavillon (auch als Schinkel-Pavillon bezeichnet[1]) ist ein von 1824 bis 1825 errichtetes klassizistisches Bauwerk des preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel in Berlin-Charlottenburg und liegt direkt neben dem Schloss Charlottenburg in der deutschen Hauptstadt Berlin.

Baugeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der preußische König Friedrich Wilhelm III. hatte im Jahr 1822 die Villa Chiatamone an der Küste von Neapel besucht. Ein Jahr später beauftragte er Schinkel mit dem Bau eines neuen Pavillons im Schlosspark direkt am Ende des östlichen Seitenflügels von Schloss Charlottenburg. Damit sollte das eheliche Haus für das Leben mit seiner zweiten Frau errichtet werden. Friedrich Wilhelm heiratete im Jahre 1824 Auguste Gräfin von Harrach. Es handelte sich hierbei um eine morganatische Ehe. Demgemäß sollte das Gebäude nicht die Dimensionen eines Schlosses erhalten.

Bei einem Fliegerangriff am 23. November 1943 wurde das Gebäude getroffen und brannte bis auf die Außenmauern nieder. Das Inventar wurde beinah restlos vernichtet. Von 1957 bis 1970 wurde der Pavillon einschließlich der Innenarchitektur rekonstruiert und im Jahr 2001 renoviert.

Gestaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Neue Pavillon 1835

Schinkel entwarf den Pavillon im Stil einer italienischen Villa als streng symmetrischen weißen Kubus, dessen Fassade lediglich durch eine Säulenloggia und dunkelgrüne Fensterläden aufgelockert wird. Das erste Obergeschoss erhielt einen umlaufenden Balkon, was der König als Anregung von Chiatamone mitgebracht hatte. Dieser ist aus Eisen, dunkelblau lackiert und wurde auf der Unterseite gleichmäßig mit goldenen Sternen bemalt. Auch die Innenarchitektur für die neun fast gleich großen Räume errichtete Schinkel in äußerst schlichter Eleganz. Wandmalereien im pompejanischen Stil verzieren den Treppenaufgang. Im Gartensaal steht als Glanzstück der erhaltenen Originaleinrichtung ein von Schinkel gestalteter runder Teetisch mit einer Tischplatte aus Porzellan, auf die viele bedeutende Bauwerke des Architekten gemalt wurden.

Einen weiteren Höhepunkt stellt der mit Mitteln der "Freunde der Preussischen Schlösser und Gärten" [2] restaurierte, der Sammlung seit 2012 hinzugefügte Schneevogl-Schreibschrank mit seinen kostbaren Intarsien und vielen, über komplizierte Mechaniken bedienbaren Geheimfächern dar.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. siehe zum Beispiel http://www.schinkel-in-berlin.de/index.php?page_id=38
  2. http://www.freunde-psg.de

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berry Bergdoll: Karl Friedrich Schinkel: an architecture for Prussia . Rizzoli, New York 1994
  • Gottfried Riemann, Christa Heese: Karl Friedrich Schinkel: Architekturzeichnungen. Henschel, Berlin 1991

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neuer Pavillon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 52° 31′ 16,84″ N, 13° 17′ 57,22″ O