GNU-Varianten

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GNU-Varianten sind Betriebssysteme, die auf GNU basieren, aber nicht den Kernel des GNU-Projektes GNU Hurd benutzen.

GNU/Linux[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

GNU/Linux, eine GNU-Variante, die den Linux-Kernel benutzt, ist bei weitem die populärste Variante von GNU und wird häufig statt GNU/Linux als Linux bezeichnet (siehe GNU/Linux-Namensstreit). Dieser Begriff wird auch bei Betriebssystemen verwendet, bei denen nur Grundprogramme wie Shell und Compiler des GNU-Projekts und nicht Gnome und GNU-GTK-Anwendungen enthalten sind. Zahlreiche Projekte und Firmen stellen sogenannte Linux-Distributionen bereit.


Debian GNU/kFreeBSD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Debian GNU/kFreeBSD
Debian kFreeBSD-Logo
Basisdaten
Entwickler Das Debian-Projekt
Sprache(n) multilingual
Aktuelle Version 7.0 („Wheezy“) [1]
Abstammung \ FreeBSD
\ GNU
  \ Debian GNU/kFreeBSD
Architekturen IA-32 und AMD64
Lizenz(en) DFSG-konforme Lizenzen
Website Debian GNU/kFreeBSD

Debian GNU/kFreeBSD ist ein Betriebssystem, das auf GNU und dem Kernel von FreeBSD basiert. Das k im Namen steht für „kernel (of)“. Die Debian-GNU/kFreeBSD-Portierung ist derzeit die einzig verfügbare GNU/kFreeBSD-Distribution. Die Entwickler von Gentoo/FreeBSD sehen ihr Betriebssystem als Variante von FreeBSD an. Debian GNU/kFreeBSD bietet ZFS und die zfsutils an. Zusätzlich kann das Betriebssystem unter ZFS auf der AMD64 Hardware-plattform installiert werden. Seit Debian 8.0 ist Debian GNU/kFreeBSD kein offizieller Debian-Port mehr.[2]

Dyson[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dyson
Basisdaten
Entwickler Das Dyson-Projekt
Sprache(n) multilingual
Aktuelle Version 2016-09-24
(24. September 2016)
Abstammung \ Illumos
\ GNU
  \ Dyson
Architekturen AMD64
Lizenz(en) DFSG-konforme Lizenzen
Website OSDyson.org

Dyson ist ein freies Betriebssystem, das das Userland von Debian GNU/Linux mit dem Illumos-Kernel verbindet. Ein Ziel des Projekts ist es, als offizieller Debian-Port angenommen zu werden. Die Entwickler stellen in unregelmäßigen Abständen Live-CDs zur Verfügung, die auch ein Installationsprogramm enthalten. Es wird beabsichtigt, die noch fehlenden Funktionen aus Illumos einzupflegen, darunter Zones.

Eingestellte Derivate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Debian GNU/NetBSD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Debian GNU/NetBSD ist eine Variante von GNU, die den Kernel von NetBSD benutzte. Sie wurde im Jahr 2002 eingestellt.

Nexenta OS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nexenta OS ist eine auf Solaris basierende freie Variante. Das Betriebssystem enthält den im Zuge von OpenSolaris quelloffen gemachten Solaris-Kernel und die Solaris System-Software, die Verwaltung der Software-Installation hingegen wird über das Debian-Paketformat verwaltet. Als Basis für das System nutzt Nexenta OS Debian GNU/Linux und Ubuntu. Der eigentlich geplante Name für Nexenta OS war GNU/Solaris. Im August 2010 wurde bekannt gegeben, dass die Version 4.0 nicht mehr auf Solaris, sondern auf Illumos, das von Nexenta mitbegründet wurde, basieren sollte, im Folgejahr jedoch wurde Nexenta OS eingestellt und durch Illumian ersetzt.

Illumian[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nachfolger von Nexenta OS, der auf dem Kernel von Illumos und dem Debian-GNU-Userland basierte, wurde bereits nach der Veröffentlichung der Version 1.0 im Jahr 2012 eingestellt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Debian Squeeze Release-Informationen
  2. Jonathan Wiltshire: Release Team Sprint Results. 9. November 2014, abgerufen am 4. Oktober 2017.