Nikolai Fjodorowitsch Kolin

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Nikolai Fjodorowitsch Kolin (1922)

Nikolai Fjodorowitsch Kolin, auch Nicolas Koline und Nicolai Kolin (russisch Николай Фёдорович Колин; * 25. Apriljul./ 7. Mai 1878greg. in Sankt Petersburg; † Juli 1966[1] in Nyack, New York, USA) war ein russischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Ausbildung als Lehrer wurde er 1907 Schauspieler. Während der Zarenzeit spielte er besonders am Künstlertheater in Moskau. Nach der Oktoberrevolution 1917 emigrierte er und kam 1919 nach Westeuropa.

Er lebte und arbeitete zunächst in Frankreich. Seine erste größere Rolle erhielt er 1927 in dem Monumentalfilm Napoleon. 1928 übernahm er in Geheimnisse des Orients zum ersten Mal in einem deutschen Film eine Rolle. Kolin verkörperte hier einen Schuster, der in den Besitz einer Wunderpfeife gelangt und für einen Prinzen gehalten wird.

Ab Mitte der 1930er Jahre hielt er sich vorwiegend im nationalsozialistischen Deutschland auf und lebte in München. In seinem ersten Tonfilm Varieté spielte er sowohl in der französischen als auch in der deutschen Version einen alten Clown. Kolin, anfangs durchweg in Hauptrollen zu sehen, wurde im deutschen Film ein häufig eingesetzter Nebendarsteller, der meist liebenswürdige Herren und Vaterfiguren darstellte wie 1941 in Illusion. Auch in der Nachkriegszeit wirkte er noch in vielen deutschen Produktionen mit.

1955 beendete Kolin seine Karriere und entschied sich im selben Jahr zu einer Übersiedelung nach New York. Aus Cuxhaven kommend, traf er am 2. Januar 1956 mit dem Schiff ‘Italia‘ in New York ein. Inzwischen US-Staatsbürger, starb Kolin zehneinhalb Jahre später im Bundesstaat New York.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 4: H – L. Botho Höfer – Richard Lester. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kolin in deathfigures.com. Das häufig zu lesende Todesjahr 1973 ist damit widerlegt.