Nicole Brown Simpson

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Nicole Brown Simpson (* 19. Mai 1959 in Frankfurt am Main; † 12. Juni 1994 in Los Angeles) war die ehemalige Ehefrau des American-Football-Spielers O. J. Simpson. Sie wurde zusammen mit ihrem Freund Ronald Goldman in ihrem Haus in Los Angeles ermordet. Ihr Tod führte zu einem der umstrittensten und meistdiskutierten Gerichtsverfahren in der US-amerikanischen Geschichte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicole war die Tochter von Juditha und Louis Brown und wurde in Frankfurt am Main geboren. Ihre Familie zog dann nach Dana Point in Kalifornien, wo Nicole zusammen mit ihren Schwestern Dominique, Tanya und Denise aufwuchs. Sie wurde zur „Homecoming Queen“ an der Dana Hills High School gewählt.

Kurz nach ihrem High-School-Abschluss traf sie ihren zukünftigen Ehemann O. J. Simpson, als sie als Kellnerin in einem Nachtklub arbeitete. Sie heiratete Simpson am 2. Februar 1985, der sich danach vom Berufsfootball zurückzog. Das Paar hatte zwei Kinder. Nach sieben Jahren Ehe ließen sie sich 1992 scheiden.

Am Morgen des 13. Juni 1994 fanden Nachbarn, alarmiert durch Hundegebell, die verstümmelten Körper von Nicole Brown und ihrem neuen Freund Ronald Goldman im Eingangsbereich ihrer Eigentumswohnung in Los Angeles. Zur Zeit der Morde schliefen ihre Kinder in der Wohnung. O. J. Simpson wurde festgenommen und wegen beider Morde angeklagt. Das Strafverfahren endete mit einem Freispruch. In einem Zivilprozess wurde Simpson zur Zahlung von 33,5 Millionen US-Dollar Schadensersatz an die Familien von Brown und Goldman verurteilt – ein Anspruch, der jedoch bislang nicht vollstreckt werden konnte.[1]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

O.J. Simpson schrieb nach seinem Freispruch eine umstrittene hypothetische Biographie mit dem Titel If I Did It (englisch für: Wenn ich es getan hätte). Hierin beschreibt er Nicole Brown Simpson als eine gespaltene Persönlichkeit, die einerseits liebevoll, andererseits jähzornig gewesen sei. Sein Ghostwriter Pablo F. Fenjves bezeichnete dies später als illusorisch.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. West's Encyclopedia of American Law auf Answers.com, abgerufen am 7. August 2013
  2. Artikel in der Vanityfair (engl.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Faye Resnick, Brian Walker, Mike Walker: Nicole Brown Simpson: the private diary of a life interrupted. Dove Books, 1994, ISBN 978-0-7871-0339-2, S. 244 (amerikanisches Englisch).