Nimmerklug im Knirpsenland

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Nimmerklug im Knirpsenland auf einer russischen Postkarte (2008)

Nimmerklug im Knirpsenland (ISBN 3-928885-37-5) (russisch Приключения Незнайки и его друзей) ist ein Kinderbuch des sowjetischen Autoren Nikolai Nossow. Es wurde 1954 erstmals im Moskauer Verlag Detgis veröffentlicht. Später wurde es in mehrere Sprachen übersetzt und dadurch zu einem internationalen Erfolg.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Knirps Nimmerklug. Knirpse leben im Märchenland und sind etwa so groß wie Einmachgurken. Nimmerklug lebt in Blumenstadt, einem Ort, der seinem Namen alle Ehre macht. Hier lebten die Knirpse im Einklang mit der Natur. Nimmerklug ist ein unruhiger Charakter, der nichts mit sich anzufangen weiß. Er versucht sich in verschiedensten Berufen, aber nirgends passt er hin. Nimmerklug ist zwar nicht dumm, aber naiv und unstet. Knirpseriche und Knirpselinen haben einige Probleme miteinander und können sich oft nicht ausstehen. Vor allem Nimmerklug mag keine weiblichen Knirpse und ist sehr ungehalten, als sich sein bester Freund Joppe mit einer Knirpseline anfreundet.

Nimmerklug auf einer russischen Briefmarke (1992)

Ein besonderes Erlebnis für die Knirpse wird ein Ausflug mit dem Heißluftballon, der vom Knirpserich Immerklug erfunden wurde. Mit diesem brechen die beiden und einige weitere Knirpse – Brummer, Nudeldick, Schussel, Saftschleck, Doktor Rizinus, Bums, Rennefix, Schnurz, Pipe, Farbenklecks, Schraubschnell, Schraubstift, Geigenstrich und der Hund Bimmel – zu einer Reise durch das Knirpsenland auf. Allerdings kommt es zu einem Unglück. Nachdem Nimmerklug nach dem Absturz wieder aufwacht, findet er sich in einem Zimmer in Grünstadt wieder. Zu seinem Entsetzen trifft er hier nur auf Knirpselinen. Langsam beginnt er dadurch jedoch Knirpselinen zu respektieren und verliebt sich sogar etwas in eine mit dem Namen Blauäuglein. Kompliziert wird es, als Nimmerklug behauptet, der Erfinder des Ballons zu sein. Bei einem Besuch im Krankenhaus findet er seine Mitabenteurer wieder. Alle, außer Immerklug. Er sorgt dafür, dass sie entlassen werden, dafür müssen sie den Grünstädtern gegenüber behaupten, Nimmerklug sei ihr Anführer und der Erfinder des Ballons.

Alle erleben verschiedene Abenteuer in der Stadt und der Umgebung und lernen neue Dinge. Immerklug wurde in der Nachbarstadt Drachenstadt gefunden, in der nur Knirpseriche lebten. Beim Aufeinandertreffen kommt heraus, dass Nimmerklug nur geprahlt und gelogen hatte. Natürlich waren die Grünstädterinnen enttäuscht. Doch hatte Nimmerklug aus der ganzen Sache gelernt. Nachdem alle schweren Herzens Grünstadt verlassen hatte, wollte er sich mit seinem Freund Joppe versöhnen. Immerhin wusste er jetzt auch, dass Knirpselinen gute Freunde sein konnten.

Zum Buch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Buch ist für Kleinkinder gut verständlich, kann aber auch erwachsene Leser in den Bann ziehen. Auffällig ist die Einfachheit der Geschichte, die allerdings sehr moralisierend wirkt. Wenn auch nicht mit erhobenen Zeigefinger, so wird dem Leser doch sehr deutlich klargemacht, was der Autor für eine Gesellschaft im Sinn hat: die Gesellschaft, in der alle gleich sind, erinnert stark an eine ideale, utopische, kommunistische Gesellschaft. Geld ist unbekannt, nur Leistung zählt. Der Glaube an den Fortschritt ist unverkennbar, Maschinen sind dazu da, dem Menschen körperliche Arbeit abzunehmen und Erträge zu maximieren, nicht, um Gewinne zu steigern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]