Peter Groeger

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Der Schauspieler und Regisseur Peter Groeger im Hörspielstudio - ein Porträt des Berliner Fotografen Werner Bethsold.

Peter Groeger (* 1. Juni 1933 in Gröbzig) ist ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groeger wuchs in Gröbzig bei Köthen auf und ging u.a. von 1948 bis 1951 in der Landesschule Pforta zur Schule. Er gehörte ab Dezember 1951 zum ersten Ausbildungsjahrgang der damals neugegründeten Staatlichen Schauspielschule in Berlin-Niederschöneweide. Er war Regieassistent bei Wolfgang Langhoff am Deutschen Theater.

Nach einem knapp dreijährigen Regiestudium am Theaterinstitut GITIS in Moskau und Rückkehr ans Deutschen Theater, wechselte er auf Rat und Empfehlung des Regisseurs Fritz Göhler zum Rundfunk der DDR, wo er ab 1966 als Regisseur und ab 1970 bis 1991 speziell in der Abteilung Internationale Funkdramatik vorrangig Hörspiel-Adaptionen fremdsprachiger Autoren inszenierte.

Von 1973 bis 1978 war er als MAD-Mann Roloff in den ersten 14 Folgen der TV-Reihe Das unsichtbare Visier zu sehen. Bekanntgeworden ist Peter Groeger vor allem durch seine zahlreichen Hörspielinszenierungen und als Synchronsprecher des Barkeepers Quark (Armin Shimerman) in der Science-Fiction-Serie Star Trek: Deep Space Nine. Im Jahr 1996 war Groeger als Richard Graf #2 bei Gute Zeiten, schlechte Zeiten zu sehen. Von 1998 bis 2002 spielte er die Figur des Dr. Eisendraht in mehreren Werbespots für die Tankstellenkette DEA. Ab August 2009 war er wieder in dieser Rolle zu sehen, diesmal in ähnlich gestalteten Werbespots für RWE-Autostrom. Von 1998 bis 2007 übernahm er die Rolle des Direktors Schwalbe in der Fernsehserie Anja & Anton.

Peter Groeger (1996)

Seit 2004 ist er zudem in der Sherlock-Holmes-Hörspielreihe der Verlagsgruppe Hermann in der Rolle des Dr. Watson neben Holmes-Sprecher Christian Rode zu hören. Fantasy-Fans ist er auch als Synchronstimme des Zwergen Forgrimm aus den Computerspielen Das Schwarze Auge: Drakensang und Drakensang: Am Fluss der Zeit bekannt. Außerdem war er der Erzähler in den Drakensang-Hörspielen. Seit 2009 spricht er auch einige Nebenrollen im Radio-Tatort des MDR.

Seit 2007 gehört er zum Ensemble des Berliner Kriminal Theaters, wo er in Arsen und Spitzenhäubchen, Der Name der Rose und Inspektor Campbells letzte Fall auftrat.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiel- und Featureregie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rundfunk der DDR
ARD und DeutschlandRadio

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Sprecher)

Synchronrollen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: Deutsche Synchronkartei [3]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Serien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Für Sonntag, den 28. März 1976, 20 Uhr war für das Kulturprogramm „Radio DDR II“, die Ursendung des Hörspiels „Der Aufstieg auf den Fudschijama“ nach Tschingis Aitmatows damals neustem Bühnenstück in der Programmzeitschrift „FF-Dabei“ angekündigt. Das Hörspiel war im Januar des Jahres 1976 mit einer hochkarätigen Besetzung – darunter Jutta Hoffmann, Kurt Böwe und Jürgen Hentsch - unter der Regie von Peter Groeger und mit einer Hörspielmusik von Reiner Bredemeyer aufwändig produziert worden. Aber an besagtem Sonntagabend wurde das Publikum vom Abendsprecher knapp auf eine Änderung des Programms hingewiesen und bekam eine Wiederholung von Alexander Gelmans Produktionsstück „Protokoll einer Sitzung“ geboten. Die Ursendung des Aitmatow-Dramas „Der Aufstieg auf den Fudschijama“ war durch eine Anweisung des SED-Zentralkomitees kurzfristig verboten worden. Als sich der Rundfunk-Komitee-Vorsitzende, Rudi Singer, darauf berief, dass Aitmatows Text ja in einer Auswahl sowjetischer Zeitstücke 1975 als Buch beim DDR-Verlag Volk und Welt erschienen sei, kam die Antwort vom ZK, die Freigabe für ein Buch bedeute noch lange nicht, dass das Werk in einem Massenmedium verbreitet werden dürfe. Die Tonbänder mit der Hörspiel-Inszenierung verschwanden im Tresor des damaligen Hauptabteilungsleiters Funkdramatik – Hans Bentzien. Er und die mit der Inszenierung befassten Mitarbeiter wurden gerügt. Mitten in der Breschnew-Doktrin sollten Aitmatows Erinnerungen an das schwere Unrecht der Stalinzeit kein breites Publikum erreichen. Erst nach dem Wende-Herbst 1989 erlebte die Inszenierung am 20. Dezember 1989 ihre tatsächliche Radiopremiere beim Rundfunk der DDR. Zuvor hatte das Stück mit zehnjähriger Verzögerung im Januar 1986 im Schauspielhaus Leipzig seine DDR-Erstaufführung auf dem Theater erlebt. siehe Hans Bentzien: Meine Sekretäre und ich, Verlag Neues Leben, Berlin 1995, S. 262ff.
  2. Frank Olbert: Unter der Schicht normaler Nöte. Im Radio: „Zeugnis ablegen“ von Victor Klemperer, in: FAZ, 9. November 1996, S. 34.
  3. Deutsche Synchronkartei. In: www.synchronkartei.de. Abgerufen am 7. September 2016.