Nordatlantisches Tiefenwasser

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Das Nordatlantische Tiefenwasser (North Atlantic Deep WaterNADW) ist neben dem Antarktischen Bodenwasser eine der beiden tiefen Wassermassen des Globalen Förderbandes. Das kalte und dichte Wasser bildet sich im Bereich Grönlandsee/Europäisches Nordmeer, wo Wasser des Nordatlantikstroms seine thermische Energie an die kalte Atmosphäre abgibt, damit an Dichte gewinnt und zu Boden sinkt. In mehreren Regionen des Nordmeeres und des Nordatlantiks ist dieser Prozess, genannt Konvektion, zu beobachten[1].

Um zurück in den offenen Atlantik zu gelangen, muss das Wasser den Grönland-Schottland-Rücken überwinden, der das Europäische Nordmeer vom Atlantik trennt. Dabei wird es aus dem Nordmeerbecken über die Dänemarkstraße und den Färöer-Bank-Kanal gedrückt. Auf der anderen Seite des Rückens fällt es ähnlich einem unterseeischen Wasserfall mehrere Hundert bis Tausend Meter in die Tiefe, wobei es sich durch die Turbulenzen mit angrenzenden Wasserschichten vermischt.[2] Das so entstehende Wasser ist sehr dicht und fließt mit 16 bis 18 Sverdrup über dem antarktischen Tiefenwasser nach Süden.[3] Nach etwa 1000 Jahren erreicht es die Antarktis.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. William M. Smethie, Rana A. Fine, Alfred Putzka, E. Peter Jones: Tracing the flow of North Atlantic Deep Water using chlorofluorocarbons. In: Journal of Geophysical Research: Oceans. Band 105, C6, 15. Juni 2000, ISSN 2156-2202, S. 14297–14323, doi:10.1029/1999JC900274 (wiley.com [abgerufen am 6. März 2017]).
  2. a b James R. Pfafflin, Edward N. Ziegler: Encyclopedia of Environmental Science and Engineering, CRC Press, 2006, ISBN 0849398436, S. 796–797.
  3. bildungsserver.hamburg.de: Das große marine Förderband: Strömungssystem (21. März 2017)