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Atlantischer Ozean

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Koordinaten: 7° N, 31° W

Karte des Atlantischen Ozeans
Atlantischer Ozean, Relief

Der Atlantische Ozean, auch Atlantik genannt, ist nach dem Pazifik der zweitgrößte Ozean der Erde. Als Grenzen gelten die Polarkreise und die Meridiane durch Kap Agulhas im Osten und Kap Hoorn im Westen. Die von ihm bedeckte Fläche beträgt 79.776.350 km², mit den Nebenmeeren 89.757.830 km² und mit dem Arktischen Ozean 106,2 Millionen km², insgesamt etwa ein Fünftel der Erdoberfläche.[1] Dabei liegt die durchschnittliche Wassertiefe (bei Einschluss aller Nebenmeere) bei 3293 Metern.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name geht auf den Begriff Atlantis thalassa der altgriechischen Sprache zurück: Ἀτλαντὶς θάλασσα ‚Meer des Atlas‘.

In der Griechischen Mythologie glaubte man, dass die Welt hinter den Säulen des Herakles, westlich der Straße von Gibraltar, ende. Dort stützte der Titan Atlas (griechisch Ἄτλας, Träger) das Himmelsgewölbe am westlichsten Punkt. Ihm zu Ehren wurde der Ozean benannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laurasia und Gondwana im Trias

Der Atlantik entstand im Mesozoikum durch die Teilung der erdgeschichtlichen Kontinente Laurasia im Norden und Gondwana im Süden. Heute trennt er Europa und Afrika vom amerikanischen Kontinent. Der Mittelatlantische Rücken überragt den Tiefseeboden um bis zu 3000 Meter und trennt die west- von der ostatlantischen Senke des Ozeans.

Der Atlantische Ozean liegt fast ausschließlich auf der Westhalbkugel der Erde. Er ist umgeben von der Arktis im Norden, Europa im Nordosten, Afrika und dem Indischen Ozean im Osten, der Antarktis im Süden, Südamerika im südlichen und Nordamerika im nördlichen Westen. Der Atlantik kann entlang des Äquators in Nord- und Südatlantik unterteilt werden; gelegentlich wird er auch entlang der Wendekreise in Nord-, Zentral- und Südatlantik unterteilt.[2]

Der Atlantik birgt ein Wasservolumen von rund 354,7 Mio. km³. Seine größte Breite beträgt 9.000 km zwischen Senegal und dem Golf von Mexiko, die geringste 1.500 km zwischen Norwegen und Grönland.[1] Die maximale Tiefe wird mit 9.219 Metern im Milwaukeetief erreicht, einem Teil des Puerto-Rico-Grabens. Der Golfstrom, der aus der Karibik kommt und quer über den Atlantik bis nach Grönland zieht, ist für das relativ milde Klima an den nordeuropäischen Küsten verantwortlich. Wegen des intensiven Schiffsverkehrs auf den Nebenmeeren (u. a. Mittelmeer, Nord- und Ostsee) und des Transitverkehrs zwischen Europa und Nordamerika ist der Atlantik das verkehrsreichste Weltmeer.

Nebenmeere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Atlantik hat bedeutende Mittel-, Rand- und Binnenmeere:

Bezeichnung Art Fläche (km²) Tiefe (m)
Europäisches Nordmeer Randmeer 1.380.000 ~1.750
Europäisches Mittelmeer Randmeer 2.500.000 1.720
Irmingersee Randmeer 800.000 2.800
Nordsee Randmeer 575.000 94
Ostsee Binnenmeer 413.000 52
Amerikanisches Mittelmeer Mittelmeer 4.354.000 2.216
Baffin Bay Randmeer 689.000 861
Labradorsee Randmeer 841.000 1.898
Biskaya Randmeer 223.000
Ärmelkanal Randmeer 75.000 63
Keltische See Randmeer < 100
Irische See Randmeer 104.000 < 175
Schottische See Randmeer < 260
Kattegat Randmeer 22.000 80
Sargassosee Randmeer 5.300.000 5.000
Scotiasee Randmeer 900.000
Golf von Maine Randmeer 93.000
Sankt-Lorenz-Golf Randmeer 240.000
Golf von Guinea Randmeer

Natürliche Verbindungen zu den anderen Weltmeeren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordatlantik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Nordwestpassage und Nordostpassage

Die Dänemarkstraße zwischen Grönland und Island sowie die Davisstraße mit der Baffin Bay zwischen Kanada und Grönland verbinden den Atlantik mit dem Arktischen Ozean. Östlich von Island geht das Europäische Nordmeer in den Arktischen Ozean über, der gegenüberliegend mit der Beringsee und damit mit dem Nordpazifik verbunden ist. Da der zentrale arktische Ozean für die gemeine Seefahrt unzugänglich ist, haben vor allem die Routen Bedeutung, die entlang der Nordküsten von Eurasien und Nordamerika verlaufen.

Südatlantik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größte zusammenhängende Verbindung des Atlantik mit den übrigen Ozeanen erstreckt sich südlich von Kap Agulhas (Südafrika). Der durch diesen Ort laufende Meridian trennt den Atlantik vom Indischen Ozean. Im Süden bildet der 60. Breitengrad die durch den Antarktisvertrag willkürlich gezogene Grenze zum Südpolarmeer. Natürliche Verbindungen zum Pazifischen Ozean sind die Magellanstraße, der Beagle-Kanal und die Drakestraße um Kap Hoorn.

Künstliche Verbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Sueskanal und Panamakanal

Um eine einfache Anbindung an den Pazifik und den indischen Ozean zu schaffen wurden Kanäle einerseits vom Amerikanischen (Panamakanal, seit 1914) und andererseits vom Europäischen Mittelmeer (Sueskanal, seit 1869) gebaut. Beide Kanäle trennen dabei kontinentale Landmassen voneinander.

Anrainerstaaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um den Atlantischen Ozean herum und an seinen Nebenmeeren liegen zahlreiche Staaten, die im Osten zur Ostfeste und im Westen zur Westfeste gezählt werden. Durch das Mittelmeer hat er auch Zugang zum asiatischen Kontinent, womit der Atlantik Anrainerstaaten auf fünf der sieben Kontinente hat; so viel wie kein anderer.

Ostfeste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europa liegt abgesehen vom äußersten Norden des Kontinents ausschließlich am Atlantik und seinen Nebenmeeren. Asien wird nur über das Mittelmeer und das Schwarze Meer mit dem Atlantik verbunden. In Afrika beschränkt sich das Anrainergebiet des Atlantiks auf die direkten Küstenstaaten.

Staat/Gebiet Meer Kontinent Anmerkung
IslandIsland Island Atlantik Europa/Nordamerika Inselstaat
NorwegenNorwegen Norwegen Atlantik, Europäisches Nordmeer Europa
SchwedenSchweden Schweden Ostsee, Kattegat Europa
FinnlandFinnland Finnland Ostsee Europa
RusslandRussland Russland Finnischer Meerbusen, Ostsee, Schwarzes Meer Europa/Asien
EstlandEstland Estland Ostsee, Finnischer Meerbusen Europa
LettlandLettland Lettland Ostsee Europa
LitauenLitauen Litauen Ostsee Europa
PolenPolen Polen Ostsee Europa
DeutschlandDeutschland Deutschland Ostsee, Nordsee Europa
DanemarkDänemark Dänemark Ostsee, Kattegat, Nordsee Europa Außerdem Färöer und Grönland mit direktem Zugang zum Atlantik
NiederlandeNiederlande Niederlande Nordsee Europa Außerdem Überseegebiete mit Zugang zum Atlantik
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Nordsee, Ärmelkanal, Keltische See, Irische See, Atlantik, Mittelmeer (Gibraltar) Europa Inselstaat; Außerdem Überseegebiete im Südatlantik
IrlandIrland Irland Irische See, Keltische See, Atlantik Europa Inselstaat
BelgienBelgien Belgien Nordsee Europa
FrankreichFrankreich Frankreich Ärmelkanal, Biskaya, Mittelmeer Europa Außerdem Französisch Guyana auf der Westseite des Atlantiks.
SpanienSpanien Spanien Biskaya, Atlantik, Mittelmeer Europa Außerdem Überseegebiete mit Zugang zum Atlantik
PortugalPortugal Portugal Atlantik Europa Außerdem Überseegebiete mit Zugang zum Atlantik
MonacoMonaco Monaco Mittelmeer Europa
ItalienItalien Italien Mittelmeer, Adria Europa
MaltaMalta Malta Mittelmeer Europa Inselstaat
SlowenienSlowenien Slowenien Adria Europa
KroatienKroatien Kroatien Adria Europa
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina Adria Europa
MontenegroMontenegro Montenegro Adria Europa
AlbanienAlbanien Albanien Adria Europa
GriechenlandGriechenland Griechenland Ägäis, Mittelmeer Europa
TurkeiTürkei Türkei Mittelmeer, Ägäis, Schwarzes Meer Europa
BulgarienBulgarien Bulgarien Schwarzes Meer Europa
RumänienRumänien Rumänien Schwarzes Meer Europa
UkraineUkraine Ukraine Schwarzes Meer Europa
GeorgienGeorgien Georgien Schwarzes Meer Europa/Asien
Zypern RepublikZypern Zypern Mittelmeer Europa/Asien Inselstaat
SyrienSyrien Syrien Mittelmeer Asien
LibanonLibanon Libanon Mittelmeer Asien
IsraelIsrael Israel Mittelmeer Asien
Palastina AutonomiegebietePalästinensische Autonomiegebiete Palästinensische Autonomiegebiete Mittelmeer Asien Gebiet des nur teilweise anerkannten Staat Palästina
AgyptenÄgypten Ägypten Mittelmeer Asien/Afrika
LibyenLibyen Libyen Mittelmeer Afrika
TunesienTunesien Tunesien Mittelmeer Afrika
AlgerienAlgerien Algerien Mittelmeer Afrika
MarokkoMarokko Marokko Mittelmeer, Atlantik Afrika Auch die von Marokko beanspruchte Westsahara
MauretanienMauretanien Mauretanien Atlantik Afrika
Kap VerdeKap Verde Kap Verde Atlantik Afrika
SenegalSenegal Senegal Atlantik Afrika
GambiaGambia Gambia Atlantik Afrika
Guinea-BissauGuinea-Bissau Guinea-Bissau Atlantik Afrika
GuineaGuinea Guinea Atlantik Afrika
Sierra LeoneSierra Leone Sierra Leone Atlantik Afrika
LibanonLibanon Libanon Atlantik Afrika
ElfenbeinküsteElfenbeinküste Elfenbeinküste Atlantik Afrika
GhanaGhana Ghana Atlantik Afrika
TogoTogo Togo Atlantik Afrika
BeninBenin Benin Atlantik Afrika
NigerNiger Niger Atlantik Afrika
KamerunKamerun Kamerun Atlantik Afrika
Sao Tome und PrincipeSão Tomé und Príncipe São Tomé und Príncipe Atlantik Afrika
ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Äquatorialguinea Atlantik Afrika
GabunGabun Gabun Atlantik Afrika
Kongo RepublikRepublik Kongo Republik Kongo Atlantik Afrika
AngolaAngola Angola Atlantik Afrika
Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Demokratische Republik Kongo Atlantik Afrika
NamibiaNamibia Namibia Atlantik Afrika
SudafrikaSüdafrika Südafrika Atlantik Afrika

Westfeste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Westfeste (genauer: Amerika) reicht der Atlantik mit seinem Amerikanischem Mittelmeer weit in den Kontinent hinein. Viele der Länder von Kanada im Norden bis Panama in Mittelamerika haben neben ihrem Atlantikzugang im Osten auch gleichzeitig einen Zugang zum Pazifischen Ozean im Westen.

Staat/Gebiet Meer Kontinent Anmerkung
KanadaKanada Kanada Hudson Bay, Labradorsee, Sankt-Lorenz-Golf, Atlantik Nordamerika
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Golf von Maine, Sargassosee, Atlantik, Golf von Mexiko Nordamerika Außerdem Außengebiete im karibischen Raum
MexikoMexiko Mexiko Golf von Mexiko Nord-/Mittelamerika
BahamasBahamas Bahamas Sargassosee, Atlantik Mittelamerika (Westindien) Inselstaat
KubaKuba Kuba Golf von Mexiko, Karibisches Meer, Atlantik Mittelamerika (Westindien) Inselstaat
JamaikaJamaika Jamaika Karibisches Meer Mittelamerika (Westindien) Inselstaat
HaitiHaiti Haiti Karibisches Meer, Atlantik Mittelamerika (Westindien) Inselstaat
Dominikanische RepublikDominikanische Republik Dominikanische Republik Karibisches Meer, Atlantik Mittelamerika (Westindien) Inselstaat
Costa RicaCosta Rica Costa Rica Karibisches Meer Mittelamerika
BelizeBelize Belize Karibisches Meer Mittelamerika
El SalvadorEl Salvador El Salvador Karibisches Meer Mittelamerika
GuatemalaGuatemala Guatemala Karibisches Meer Mittelamerika
HondurasHonduras Honduras Karibisches Meer Mittelamerika
NicaraguaNicaragua Nicaragua Karibisches Meer Mittelamerika
PanamaPanama Panama Karibisches Meer Mittelamerika
Antigua und BarbudaAntigua und Barbuda Antigua und Barbuda Karibisches Meer, Atlantik Mittelamerika (Westindien) Inselstaat
Saint Kitts NevisSt. Kitts und Nevis St. Kitts und Nevis Karibisches Meer, Atlantik Mittelamerika (Westindien) Inselstaat
Dominica Karibisches Meer, Atlantik Mittelamerika (Westindien) Inselstaat
St. Lucia Karibisches Meer, Atlantik Mittelamerika (Westindien) Inselstaat
St. Vincent und die Grenadinen Karibisches Meer, Atlantik Mittelamerika (Westindien) Inselstaat
GrenadaGrenada Grenada Karibisches Meer, Atlantik Mittelamerika (Westindien) Inselstaat
BarbadosBarbados Barbados Karibisches Meer, Atlantik Mittelamerika (Westindien) Inselstaat
Trinidad und Tobago Karibisches Meer, Atlantik Mittelamerika (Westindien) Inselstaat
KolumbienKolumbien Kolumbien Karibisches Meer Südamerika
VenezuelaVenezuela Venezuela Karibisches Meer, Atlantik Südamerika
GuyanaGuyana Guyana Atlantik Südamerika
SurinameSuriname Suriname Atlantik Südamerika
BrasilienBrasilien Brasilien Atlantik Südamerika
UruguayUruguay Uruguay Atlantik Südamerika
ArgentinienArgentinien Argentinien Atlantik Südamerika
ChileChile Chile Atlantik, Magellanstraße Südamerika

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Äquator im Atlantik
Hauptartikel: Atlantiküberquerung

Im 15. Jahrhundert begann die Europäische Expansion mit den Entdeckungsfahrten der Portugiesen nach Afrika und der Spanier nach Amerika. Erst nach Eröffnung des Sueskanals im November 1869 wurde es möglich, durch das Mittelmeer nach Persien, Indien oder Asien zu fahren. Bis dahin mussten die Schiffe das Kap der Guten Hoffnung runden. Der Atlantik ist nach wie vor der meistbefahrene Ozean.

Welthandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1945 hat der Welthandel stark zugenommen; im Zuge der Globalisierung hat sich die Arbeitsteilung zwischen Volkswirtschaften stark verändert. Große Teile des Welthandels erfolgen per Schiff (Handelsschiffahrt). Die durchschnittliche Größe der Handelsschiffe hat stark zugenommen; seit den 1960er Jahren hat der Container die Stückgutschiffe weitgehend entbehrlich gemacht und den Transport von Stückgut sehr viel effizienter und billiger gemacht (siehe auch Containerisierung, Containerschiff). Große Schiffe haben meist einen großen Tiefgang und brauchen Tiefwasserhäfen.

Teile des Atlantiks gelten als überfischt.

Strategische Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: NATO und Nordatlantik

Im 19. Jahrhundert war das British Empire die unangefochtene Seemacht. Von 1914 bis 1918, im ganzen Ersten Weltkrieg, praktizierte die Royal Navy eine Seeblockade des Deutschen Kaiserreichs; die Reichsregierung antwortete mit U-Boot-Angriffen. Wie der Erste wurde auch der Zweite Weltkrieg im Atlantik entschieden.

Forschungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Hydrographie und Ozeanographie

Die Deutsche Atlantische Expedition erkundete den südlichen Teil des Atlantiks (und die Atmosphäre darüber) von Mitte 1925 bis Mitte 1927. Es fuhr dreizehn Mal auf verschiedenen Breitengraden von Ost nach West und zurück und erstellte dabei per Echolot Tiefenprofile des Meeresbodens.

Flugzeuge sammelten große Mengen Wetterdaten. Seit dem Aufkommen von Satelliten sind diese der Hauptlieferant von Daten für die Erforschung des Atlantiks.

Meeresboden, Wasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Boden des Atlantiks gibt es außer Tiefseebecken, Tiefseerinnen und Meerestiefs und einigen niedrigeren Schwellen als auffälligste Struktur den Mittelatlantischen Rücken. Das ist eine zerklüftete Erhebung auf einer divergierenden Plattengrenze, die den Atlantik etwa in der Mitte von Nord nach Süd durchzieht. Hier steigt beständig Lava auf, die die zwei angrenzenden ozeanischen Platten auseinanderschiebt, dadurch den Atlantik verbreitert und die dahinter liegenden Kontinente immer weiter auseinandertreibt; der Ablauf ist durch Datierung der Gesteine auf dem Ozeanboden nachgewiesen, die je weiter entfernt vom Rücken desto älter sind.

Zu den Tiefseerinnen und Meerestiefs gehört der Puerto-Rico-Graben mit dem 9.219 m unter dem Meeresspiegel liegenden Milwaukeetief, der tiefsten Stelle des ganzen Atlantiks.

In den Atlantischen Ozean fließen zahlreiche Flüsse:

  • von der Ostküste der Vereinigten Staaten bzw. Kanadas aus (siehe Nordamerikanische kontinentale Wasserscheide)
  • von Mittelamerika aus (Mexiko, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama)
  • von Südamerika aus (Kolumbien, Venezuela, Guayana, Durinam, Französisch-Guyana, Brasilien, Uruguay, Argentinien)

Sie transportieren mit ihrem Wasser auch zahlreiche Schadstoffe und Nährstoffe in den Atlantik.

Salzgehalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Atlantische Ozean hat im Durchschnitt einen Salzgehalt von etwa 3,54 %, während der Wert im Pazifik bei 3,45 % und im Indischen Ozean bei 3,48 % liegt. Im Randmeer Nordsee ist der Salzgehalt mit 3,2–3,5 % schon merklich niedriger. In der Nähe von Flussmündungen fällt er auf 1,5–2,5 % und erreicht in der Ostsee, die fast vollständig von Festland umgeben ist und nur geringen Wasseraustausch mit dem Atlantik hat, nur noch 0,2–2,0 %.

Inseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige der größten Inseln der Erde liegen im Atlantischen Ozean: Die Britischen Inseln, Grönland, Irland, Island und Neufundland. Archipele sind die Azoren, die Bahamas, die Bermudas, die Falklandinseln, die brasilianische Inselgruppe Fernando de Noronha, die Großen Antillen, die zur Kamerunlinie gehörige Inselgruppe um São Tomé und Príncipe, die Kanaren, die Kleinen Antillen, die unbewohnten Sankt-Peter-und-Sankt-Pauls-Felsen, die Scilly-Inseln und der Inselstaat Kap Verde. Isolierte Inseln sind Annobón, Ascension, Bioko, Bouvetinsel, Gough-Insel, Madeira, St. Helena, Trindade und Tristan da Cunha.

Regatten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Atlantik werden berühmte Regatten gesegelt:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Atlantik – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Atlantischer Ozean – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Atlantischer Ozean – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Brockhaus 1904
  2. Ulrich Franke: Die Nato nach 1989: Das Rätsel ihres Fortbestandes. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2010. S. 129.
  3. ISAF
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