Nowy Kamień (Kamień)

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Nowy Kamień
Wappen fehlt
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Nowy Kamień (Polen)
Nowy Kamień
Nowy Kamień
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Karpatenvorland
Powiat: Rzeszów
Gmina: Kamień
Geographische Lage: 50° 20′ N, 22° 9′ OKoordinaten: 50° 19′ 49″ N, 22° 9′ 23″ O
Einwohner: 938 (2013)
Telefonvorwahl: (+48) 17
Kfz-Kennzeichen: RZE



Nowy Kamień (bis 25. September 1924 deutsch Steinau) ist eine Ortschaft mit einem Schulzenamt der Gemeinde Kamień im Powiat Rzeszowski der Woiwodschaft Karpatenvorland in Polen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Ersten Teilung Polens kam Kamień 1772 zum neuen Königreich Galizien und Lodomerien des habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804).

Das Dorf entstand im Jahre 1783 im Zuge der Josephinischen Kolonisation auf dem Grund des Dorfes Kamień. Deutsche Kolonisten lutherischer und reformierter Konfession wurden dort angesiedelt.[1] Die Kolonie wurde Steinau genannt und wurde unabhängige Gemeinde. Im Jahre 1812 zählte die Kolonie 256 Einwohner.[2] Die Protestanten gründeten eine Filialgemeinde der Pfarrgemeinde Ranischau. Das neue Bethaus wurde im Jahre 1867 erbaut.

Im Jahre 1900 hatte die Gemeinde Steinau 59 Häuser mit 374 Einwohnern, davon 365 deutschsprachige, 9 polnischsprachige, 10 römisch-katholische, 5 Juden, 359 anderen Glaubens.[3]

1918, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie, kam Steinau zu Polen.

Im Jahre 1921 hatte die Gemeinde Nowy Kamień (Steinau) 84 Häuser mit 509 Einwohnern, davon alle Polen, 466 römisch-katholische, 1 griechisch-katholische, 38 evangelische, 4 Juden.[4]

Am 25. September 1924 wurde der deutschstämmige Name entfernt,[5] blieb aber noch in der örtlichen Sprache als Śtojno. Es ist möglich, dass die deutschen Kolonisten das Wortende -au als [ō] aussprachen.[6]

Im Zweiten Weltkrieg gehörte die Gemeinde zum Distrikt Krakau des Generalgouvernements.

Von 1975 bis 1998 gehörte Nowy Kamień zur Woiwodschaft Rzeszów.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henryk Lepucki: Działalność kolonizacyjna Marii Teresy i Józefa II w Galicji 1772–1790 : z 9 tablicami i mapą. Kasa im. J. Mianowskiego, Lwów 1938, S. 163–165 (polnisch, online).
  2. Tomasz J. Filozof: Kolonizacja józefińska. In: Skarby Podkarpackie. 2, Nr. 33, März-April 2012, ISSN 1898-6579, S. 38–40. Abgerufen am 6. Juni 2016.
  3. Ludwig Patryn (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1900, XII. Galizien. Wien 1907.
  4. Główny Urząd Statystyczny: Skorowidz miejscowości Rzeczypospolitej Polskiej. Tom XIII. Województwo lwowskie. Warszawa 1924 (polnisch, online [PDF]).
  5. M.P. z 1924 r. nr 252, poz. 798
  6. Barbara Czopek-Kopciuch: Adaptacje niemieckich nazw miejscowych w języku polskim [Die Adaptation deutscher ON im Polnischen]. Prace Instytutu Języka Polskiego. Polska Akademia Nauk. Instytut Języka Polskiego, 1995, ISBN 83-8557933-8, ISSN 0208-4074, S. 78 (polnisch, Online).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]