OVC-Projekt

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Das OVC-Projekt ist eine Initiative des Adigrat Diocesan Catholic Secretariat (ADCS) des Bistums Adigrat, das junge Menschen mit Mikro-Stipendien unterstützt, um Voraussetzungen für das Studium an einer Universität und mindestens einen Bachelor-Abschluss in ihrem eigenen Land zu erlangen. Es hat seinen Sitz in Adigrat in der Region Tigray in Äthiopien. Eine der ersten geförderten Studenten war die AIDS-Waise Rahel Hailay.[1]

Rahel-Bildungsprojekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Rahel-Bildungsprojekt

Seit 2010 wird das OVC-Projekt durch finanzielle Hilfen, die in Deutschland durch das Rahel-Bildungsprojekt (engl.: Student Initiative Rahel (SIR)) gesammelt werden unterstützt. Dieses ist Teil des Instituts für Weltkirche und Mission (IWM) der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt-Sachsenhausen. Das Projekt wird im Wesentlichen von aktuellen und ehemaligen Studierenden der Hochschule getragen.[2]

Realisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenszene in Adigrat, 2014

Die organisatorische Verbindung zwischen beiden Projekten wird in allen finanztechnischen Belangen wie der Kontoführung, der Übernahme der Verwaltungskosten oder dem Geldtransfer nach Äthiopien von den Päpstlichen Missionswerken missio hergestellt. In Äthiopien wird das Projekt vor Ort von dem Adigrat Diocesan Catholic Secretariat (ADCS) des Bistums Adigrat unter Schirmherrschaft des Diözesanbischofs Tesfay Medhin[3] im Rahmen des OVC-Projektes (OVC = „Orphans and Vulnerable Children“) betreut. Das OVC-Projekt ist in den Gebieten Adigrat und weiteren besonders von Armut betroffenen Gebieten der Region Tigray tätig. Der Projektkoordinator des ADCS, Woldemariam Besirat, wählt die Stipendiaten aus und organisiert im Rahmen persönlichkeitsbildender Jugendarbeit auch religionspädagogische Workshops auf Stipendiatentreffen mit eigenen und externen Dozenten zu Themen wie AIDS, den Folgen der Auswanderung als Flüchtlinge oder zu anderen medizinischen oder ethischen Themen.[2] Neben der finanziellen Unterstützung sind somit die Förderung der Selbständigkeit, des Selbstbewusstseins und des Selbstwertgefühls, Förderung der Eigenverantwortlichkeit, des Verantwortungsbewusstseins und der Gemeinschaftsfähigkeit wichtige Aspekte der Arbeit des OVC-Projektes vor Ort.[1][4] Die Finanzierung erfolgt zum größten Teil durch Spenden.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Judith Breunig: Wie alles begann... oder: Im Anfang war ein Studientag. In: Rahel - Ein Bildungsprojekt für Adigrat - Festschrift der Studierendeninitiative - Ein Blick durch die Zeit: 2010-2015. Institut für Weltkirche und Mission, Frankfurt am Main Juni 2015, S. 8–9.
  2. a b Judith Breunig, Madeleine Helbig, Claudia Berg, Stefanie Matulla, Magdalena Strauch, Marita Wagner, Benedikt Winkler: Rahel - Ein Bildungsprojekt für Adigrat. Festschrift der Studierendeninitiative - Ein Blick durch die Zeit: 2010-2015. Institut für Weltkirche und Mission, Frankfurt am Main Juni 2015.
  3. Marita Wagner: Die 3. Reise nach Äthiopien. Klappe die Zweite: Ein aktueller Spendenfilm muss her. In: Rahel - Ein Bildungsprojekt für Adigrat - Festschrift der Studierendeninitiative - Ein Blick durch die Zeit: 2010-2015. Institut für Weltkirche und Mission, Frankfurt am Main Juni 2015, S. 34–37.
  4. Judith Breunig: Wie kommt das Geld nach Adigrat? - missio, unser Freund und Helfer. In: Rahel - Ein Bildungsprojekt für Adigrat - Festschrift der Studierendeninitiative - Ein Blick durch die Zeit: 2010-2015. Institut für Weltkirche und Mission, Frankfurt am Main Juni 2015, S. 12–13.
  5. Stefanie Matulla: Aktionen: Wo kommt das Geld eigentlich her? In: Rahel - Ein Bildungsprojekt für Adigrat - Festschrift der Studierendeninitiative - Ein Blick durch die Zeit: 2010-2015. Institut für Weltkirche und Mission, Frankfurt am Main Juni 2015, S. 10–11.