Obie Trice

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Obie Trice bei einem Konzert im Jahr 2006

Obie Trice (* 14. November 1977 in Detroit, Michigan als Obidah Trice) ist ein US-amerikanischer Rapper.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Obidah Trice wurde von seiner alleinerziehenden Mutter Eleanor Trice großgezogen. Mit elf Jahren begann er zu rappen, als er eine Karaoke-Maschine geschenkt bekam. Er hatte schon mehrere Underground-Hits wie Respect, My Club, Dope Jobs Homeless oder The Well Known Asshole, bevor er 2000 bei Shady Records unterschrieb.

Als ein Freund von Bizarre, einem Mitglied der Rapgruppe D12, machte er persönliche Bekanntschaft mit Eminem. Diesem gefiel Obies Stil und so überließ er ihm die Eröffnung seines Liedes Without Me auf dem Album The Eminem Show („Obie Trice: Real name, no gimmicks“) und die erste Strophe seines Liedes "Drips". Die Zeile "Real name, no gimmicks" wurde zu seinem Slogan (auch der Song Oh! feat. Busta Rhymes fängt mit diesem Satz an). Obie übernahm diesen von seinem Freund und Detroiter Rapper Proof : Zuvor, als Obie Trice (bekannt unter dem Namen „Obie 1”) sich bereits als Battle-Rapper in Detroit einen Namen machen konnte, nahm er an den local bekannten Battles im „Hip-Hop Shop” teil, die von Proof gehosted wurden. Als dieser den jungen Rapper auf der Bühne der Menge vorstellen wollte und er seinen Namen „Obie 1” nannte, soll Proof ihn eine Weile angesehen und dann gesagt haben: „Tell me your name. Your real name, no gimmicks.” Das war schließlich ausschlaggebend für Obie und er nutzte nun seinen richtigen , offiziellen Namen weiterhin als Rap-Name.

Auftritte auf dem offiziellen Shady-Records-Mixtape Invasion von DJ Green Lantern erlaubten Obie seinen Bekanntheitsgrad weiter zu steigern. Kurz vor dem Erscheinen des ersten Invasion-Mixtapes wurde Obie in ein Beef zwischen Eminem und Benzino verwickelt, nachdem Benzino ihn in einem Lied, gerichtet an Eminem und Shady Records, mit der Zeile „Obie Trice / You's a buster“ disste. Als Antwort brachte Obie den Song Welcome to Detroit City auf dem ersten Invasion-Mixtape. Er beteiligte sich auch in dem stark publizierten Beef zwischen 50 Cent und Ja Rule, bekam jedoch nie eine Antwort von Ja Rule.

Sein Debüt-Album Cheers mit seiner ersten Single Got Some Teeth kam am 22. September 2003 heraus. Weitere Singles auf dieser CD sind Don't Come Down und The Set Up. Im ganzen besteht das Album aus 17 Musikstücken von den Produzenten Eminem, Dr. Dre, Timbaland, Mike Elizondo, Emile, Fredwreck und Denaun Porter. Das Album wurde von der RIAA mit Platin ausgezeichnet.

In der Nacht vom 30. Dezember auf den 31. Dezember 2005 war Obie Trice auf einem Highway in seiner Heimatstadt Detroit mit dem Auto unterwegs, als aus einem anderen Fahrzeug heraus zweimal auf ihn geschossen wurde. Eine Kugel drang in seinen Hinterkopf ein. Er konnte den Wagen zur nächsten Ausfahrt steuern. Seine mit im Auto sitzende Freundin hielt ein Polizeiauto an. Trice wurde im Krankenhaus behandelt und wenige Stunden nach dem Vorfall wieder entlassen, ohne dass das Projektil entfernt werden konnte, da die Entfernung lebensgefährlich wäre.[1][2]

2005 begann er an seinem zweiten Album Second Round’s on Me zu arbeiten, dessen Erscheinungstermin ursprünglich für Dezember 2005 angesetzt war. Die Produktion verzögerte sich jedoch immer wieder und so wurde das Album erst Mitte 2006 veröffentlicht. Das Album wurde erneut von Shady Records herausgegeben und weist einige Gastauftritte von Rappern der Detroit-Rap-Szene auf. Obie Trice verließ Shady Records am 30. Juni 2008.[3]

Am 3. April 2012 erschien schließlich sein drittes Studioalbum Bottoms Up über sein eigenes Independent-Label Black Market Entertainment. Das Album erreichte lediglich Platz 130 der US-Charts und konnte nicht mehr an die kommerziellen Erfolge der ersten beiden Tonträger anknüpfen. Obie Trices viertes Soloalbum The Hangover wurde am 7. August 2015 veröffentlicht.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[4] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2003 Cheers 63
(3 Wo.)
36
(6 Wo.)
11 Gold
(8 Wo.)
5 Gold
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. September 2003
2006 Second Round’s on Me 31
(3 Wo.)
46
(2 Wo.)
8
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. August 2006
2012 Bottoms Up 130
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. April 2012
2015 The Hangover Erstveröffentlichung: 7. August 2015

Kompilationen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[4] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2009 Special Reserve Erstveröffentlichung: 15. Dezember 2009
2014 Shady XV 8
(5 Wo.)
13
(3 Wo.)
7
(5 Wo.)
5
(… Wo.)
3 Gold
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. November 2014

Kollaborationen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[4] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2006 Eminem Presents: The Re-Up 15
(10 Wo.)
12
(10 Wo.)
9 Gold
(13 Wo.)
3 Gold
(… Wo.)
2 Platin
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Dezember 2006

Singles mit Chartplatzierung[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[5] Anmerkungen Album
DE AT CH UK US
2003 Got Some Teeth 8
(17 Wo.)
54
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. August 2003 Cheers
2004 The Set Up (You Don’t Know) 53
(9 Wo.)
32
(5 Wo.)
73
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Januar 2004
feat. Nate Dogg
2006 Snitch 44
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Mai 2006
feat. Akon
Second Round’s on Me

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • SchweizSchweiz Schweiz
    • 2007: für das Kollaborationsalbum Eminem Presents: The Re-Up
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
    • 2003: für das Album „Cheers“
    • 2014: für das Kompilationsalbum „Shady XV“
  • Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
    • 2003: für das Album „Cheers“
    • 2007: für das Kollaborationsalbum Eminem Presents: The Re-Up

Platin-Schallplatte

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
    • 2007: für das Kollaborationsalbum Eminem Presents: The Re-Up
Land Gold record icon.svg Gold Platinum.png Platin Quellen
SchweizSchweiz Schweiz 1 0 hitparade.ch
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 2 1 riaa.com
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2 0 bpi.co.uk
Insgesamt 5 1

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Billboard: Rapper Obie Trice Shot In Detroit, 2. Januar 2006 (englisch)
  2. Interview mit Obie Trice über den Angriff auf ihn
  3. ballerstatus.com: Obie Trice Leaves Shady Records (englisch)
  4. a b c Chartquellen (Alben): DE AT CH UK US
  5. Chartquellen (Singles): DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten]