Ockerbauch-Schattenkolibri

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Ockerbaucheremit)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ockerbauch-Schattenkolibri
Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Gattung: Schattenkolibris (Phaethornis)
Art: Ockerbauch-Schattenkolibri
Wissenschaftlicher Name
Phaethornis subochraceus
Todd, 1915

Der Ockerbauch-Schattenkolibri (Phaethornis subochraceus), manchmal auch Ockerbaucheremit genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art hat ein großes Verbreitungsgebiet, das sich über die südamerikanischen Ländern Bolivien und Brasilien erstreckt.[1] Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingestuft.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ockerbauch-Schattenkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 12 cm. Dabei sind die Flügel ca. 5 cm, der Schwanz ca. 5,5 cm und der Schnabel ca. 29 mm lang. Die bronzegrüne Oberseite weist braune Federsäume auf. Der Oberkopf und der Nacken sind eher bräunlich gefärbt. Die Überaugen- und Bartstreifen sind ockerfarben, wobei der Bereich um die Ohren braun gefärbt ist. Die Färbung von Kinn und Kehle ist dunkel, welche an der Unterseite ins Rötlichocker bis Zimtfarbene übergeht. Die bronzegrünen mittleren Schwanzfedern haben lange weiße Spitzen. Die seitlichen Steuerfedern sind ähnlich, werden aber fast am Ende von einer schwarzen Binde durchzogen. Die Flügel sind schwärzlich purpurn. Der Oberschnabel ist schwarz, der Unterschnabel an der Spitzenhälfte schwarz, sonst gelb. Die Beine sind braun.[2]

Habitat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kolibri bevorzugt trockene bis halbimmergrüne Wälder und Waldgebiete.[3]

Verhalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über das Verhalten des Ockerbauch-Schattenkolibris ist wenig bekannt.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbreitung des Ockerbauch-Schattenkolibris

Diese Art ist im Nordosten Boliviens bis in den Westen des Bundesstaates Mato Grosso in Brasilien verbreitet.[2]

Lautäußerungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihr Gesang klingt wie eine schnelle Serie aus tjuwjek Lauten.[3]

Etymologie und Forschungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walter Edmond Clyde Todd beschrieb den Kolibri unter dem heutigen Namen Phaethornis subochraceus. Das Typusexemplar wurde am 30. Mai 1909 von José Steinmann (1856–1929) bei Santa Cruz de la Sierra gesammelt.[4] Der Begriff »Phaethornis« leitet sich aus den griechischen Worten »phaethōn φαεθων« für »der Leuchtende, der Strahlende« und »ornis, ορνις« für »Vogel« ab.[5] Das Artepitheton »subochraceus« ist ein lateinisch Gebilde aus »sub« für »unten, unterhalb« und »ochra« für »ocker«.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rolf Grantsau: Die Kolibris Brasiliens. Expressão e Cultura, Rio de Janeiro 1988, ISBN 978-85-208-0101-7.
  • Ber van Perlo: A Field Guide to the Birds of Brazil. Oxford University Press, Oxford 2009, ISBN 978-0-19-530155-7 (online [abgerufen am 20. Juli 2014]).
  • James A. Jobling: Helm Dictionary of Scientific Bird Names. Christopher Helm, London 2010, ISBN 978-1-4081-2501-4.
  • Walter Edmond Clyde Todd: Preliminary diagnoses of seven apparently new neotropical birds. In: Proceedings of the Biological Society of Washington. Band 28, 1915, S. 169–170 (online [abgerufen am 20. Juli 2014]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ockerbauch-Schattenkolibri – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. IOC World Bird List Hummingbirds
  2. a b Rolf Karl Heiz Grantsau, S. 45
  3. a b Ber van Perlo, S. 64.10
  4. Walter Edmond Clyde Todd, S. 170
  5. James A. Jobling, S. 301
  6. James A. Jobling, S. 372