Olaf Hudtwalcker

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Jürgen Olaf Hudtwalcker (* 12. September 1915 in Hamburg; † 23. April 1984 in Barcelona) war ein deutscher Galerist und Jazzpublizist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hudtwalcker stammt aus einer alten Hamburger Kaufmannsfamilie. Sein Vater war Heinrich Carl Hudtwalcker, sein Großvater Heinrich Hudtwalcker. Er war während seines Studiums in Berlin (1935 bis 1941) Mitglied des dortigen (illegalen) Hot Clubs, und 1937 Mitglied des Hot Club de France. Hudtwalcker setzte sich nach 1945 durch Vorträge und Artikel sehr für den Jazz ein. Er wurde 1947 Vorsitzender des Hot Clubs Frankfurt am Main und gestaltete ab 1948 Jazzsendungen für den Hessischen Rundfunk.

Jazzhaus in Frankfurt am Main

Gemeinsam mit Vorsitzenden anderer Hot-Clubs, insbesondere Dieter Zimmerle aus Stuttgart, Dietrich Schulz-Köhn aus Köln und Hans Blüthner aus Berlin forderte er im Winter 1949/50 in einem Rundbrief die deutschen Hot Clubs auf, mögliche Inhalte und Ziele eines Zusammenschlusses der Jazzinitiativen zu formulieren; so entstand die Deutsche Jazz Föderation, deren Präsident Hudtwalcker zwischen 1955 und 1966 wurde. Seit 1958 hatte sie in dem von Horst Lippmann wiederaufgebauten Frankfurter Altstadthaus Kleine Bockenheimer Str. 12 – sog. „Jazzhaus“ – ihr Sekretariat. Im selben Haus befand sich damals 1958 bis 1965 Hudtwalckers Galerie für moderne Kunst.

1961 übernahm er eine Sprecherrolle in Günther Weisenborns Hörspiel Harlem-Ballade - Die Geschichte der Jazz-Sängerin Billie Holiday. Hudtwalcker führte in der ARD durch die Fernseh-Reihe Jazz für junge Leute. Anschließend präsentierte er - von Barcelona aus - das Festival Flamenco Gitano (u.a. im ersten Jahr 1965 mit der Tänzerin La Singla).[1]

Hudtwalcker war mit Irene Gauff (* 1928) verheiratet und hatte einen Sohn Christian Andre (* 1956).[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zeit: Der wahre Kampf mit dem Dämon
  2. The Hudtwalcker family