Olivier Guez

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Olivier Guez (2017)

Olivier Guez (* 15. Juni 1974 in Straßburg, Frankreich) ist ein französischer Journalist und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guez studierte von 1992 bis 1996 am Straßburger Institut d’études politiques und schloss dort im Fach Internationale Beziehungen ab. 1996 und 1997 studierte er in diesem Fach an der London School of Economics und schloss parallel dazu ein Jurastudium als Fernstudium an der Universität Lille II und dem CNED ab. Am Collège d'Europe in Brügge legte er 1998 eine Masterprüfung im Fach Europäische Politik und Verwaltung ab. 1998 war er als Beobachter der Wahlen von der OSZE und dem französischen Außenministerium nach Bosnien-Herzegowina entsandt. Danach berichtete er für die französische Tageszeitung Libération von Brüssel aus über Lateinamerika, Europa und den Nahen Osten.

Guez arbeitete von 2000 bis 2005 als Mitarbeiter für internationale Wirtschaftsfragen für La Tribune unter anderem über die Europäische Union und Erdölpolitik. Des Weiteren ist er seit dieser Zeit bei verschiedenen nationalen und internationalen Zeitungen und Zeitschriften tätig.

In den Jahren 2005 und 2006 lebte Guez im Rahmen einer European Journalist Fellowship mit einem Aufenthaltsstipendium des Senats der Stadt Berlin als Gast der Freien Universität Berlin in Berlin. Das französische Außenministerium entsandte ihn 2009 als Leiter einer Beobachtermission nach Afghanistan und Pakistan.

Seit 2009 lebt Guez in Paris und ist unter anderem als Kulturberichterstatter aus Frankreich für die FAZ und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung tätig. Von seinen bis jetzt erschienenen sechs Büchern wurden bisher (Stand Herbst 2017) zwei ins Deutsche übersetzt.

Er erhielt 2017 den Prix Renaudot für seinen Roman "La Disparition de Josef Mengele" (Editions Grasset; 2017).

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Prix du meilleur livre d'histoire et de recherche juive für L'Impossible retour
  • 2016: mit Lars Kraume: Deutscher Filmpreis für das beste Drehbuch: „Der Staat gegen Fritz Bauer“
  • 2017: Prix Renaudot für La disparition de Josef Mengele[1]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitungsartikel
  • Es geht jetzt um alles. Ich habe Angst um mein Land. Ich glaube nicht, daß wir aus dieser Sackgasse herausfinden. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 11. Januar 2015, S. 29.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kai Nonnenmacher, „Mengeles Verschwinden: Olivier Guez an der Schwelle der Zeitzeugenschaft“, in Engagement und Diversität: Frank-Rutger Hausmann zum 75. Geburtstag, hrsg. von Wolfgang Asholt, Ursula Bähler, Bernhard Hurch, Henning Krauß und Kai Nonnenmacher, Romanische Studien: Beihefte 4 (München: Akademische Verlagsgemeinschaft München, 2018), ISBN 978-3-95477-083-0, online: http://www.romanischestudien.de/index.php/rst/article/view/589/1284

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Léopoldine Leblanc, Isabel Contreras: Le Renaudot 2017 décerné à Olivier Guez. In: LivresHebdo.fr. 6. November 2017, abgerufen am 6. November 2017 (französisch).