Opatów

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Opatów
Wappen von Opatów
Opatów (Polen)
Opatów
Opatów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Heiligkreuz
Powiat: Opatów
Gmina: Opatów
Fläche: 9,36 km²
Geographische Lage: 50° 48′ N, 21° 25′ OKoordinaten: 50° 48′ 18″ N, 21° 25′ 29″ O
Einwohner: 6580 (31. Dez. 2016)
Postleitzahl: 27-500
Telefonvorwahl: (+48) 15
Kfz-Kennzeichen: TOP
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Głogów MałopolskiOstrowiec Świętokrzyski
Nächster int. Flughafen: Rzeszów-Jasionka



Opatów [ɔˈpatuf] (jiddisch: Apt, Apta) ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Heiligkreuz. Der an der Opatówka gelegene Ort ist Sitz des Powiats Opatowski und der Stadt-und-Land-Gemeinde Opatów.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der heutigen Altstadt befand sich die alte Burg Żmigród. 1189 wurde der Name Opatów erstmals erwähnt.

1237 übergab Herzog Heinrich I. die Burg an das Bistum Lebus. 1282 gab Herzog Leszek der Schwarze dem Bistum das Recht, der Stadt und den umliegenden Dörfern das Magdeburger Stadtrecht zu verleihen. Kurz nach 1300 ließ Bischof Johann I. in Opatów ein Schloss als Residenz der Bischöfe bauen.

Seit dem 15. Jahrhundert war Opatów Sitz des Sejms der damaligen Woiwodschaft Sandomierz. 1520 verlor das Bistum Lebus die Stadt.

Jüdisches Leben in Apt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Silberne Kultgeräte vor 1939

Opatów (jiddisch Apt genannt) war die erste Stadt in der Woiwodschaft Sandomir, in der 1612 eine jüdische Bevölkerung erwähnt wurde. 1765 lebten hier etwa 2.000 Juden, für ein osteuropäisches Shtetl eine beträchtliche Größe.[1]

1939 lebten etwa 6.000 Juden in der Stadt. Nach der deutschen Okkupation wurde ein Ghetto eingerichtet, in dem 10.000 Menschen lebten. 1942 wurde es geräumt und die Bewohner nach Treblinka oder in andere Lager gebracht und ermordet.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) gehören neben der Stadt Opatów weitere Ortschaften.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stiftskirche St. Martin

Touristische Attraktionen sind die Stiftskirche von St. Martin aus dem 12. Jahrhundert, ein Franziskanerkloster aus dem 15. Jahrhundert, ein Stadttor aus dem 16. Jahrhundert, eine Synagoge aus dem 17. Jahrhundert und weitere Gebäude.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Opatów, in: Guy Miron (Hrsg.): The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust. Jerusalem : Yad Vashem, 2009 ISBN 978-965-308-345-5, S. 547f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Opatów – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Virtual Shtetl: History of the Jewish community in Opatów. Archiviert vom Original am 24. September 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sztetl.org.pl Abgerufen am 15. Juli 2014.