Operation Barracuda

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Die Operation Barracuda von 1979 war ein Militäreinsatz von französischen Spezialeinheiten zum Sturz des zentralafrikanischen Kaisers Bokassa und zur Wiederherstellung der Zentralafrikanischen Republik.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. September 1979 landeten 2:00 Uhr nachts auf dem Flughafen von Bangui zwei Transall C-160 des 1. Fallschirmjäger-Marineinfanterie-Regimentes der französischen Armee. Sie wurden von vorher infiltrierten Aufklärern der SDECE mithilfe von Taschenlampen auf die nicht beleuchtete Start- und Landebahn gelenkt. Nachdem die Fallschirmjäger den Flughafen gewaltlos unter ihre Kontrolle gebracht hatten, bewegten sie sich mit requirierten Fahrzeugen auf das Stadtzentrum zu und nahmen dabei die Regierungssoldaten an den Straßensperren gefangen. Währenddessen flogen acht vollbemannte Puma-Hubschrauber aus der tschadischen Hauptstadt Ndjamena zunächst nach Bangui und dann weiter zur Residenz Bokassas nach Berengo und neutralisierten dort die kaiserliche Garde Bokassas.

Der 1966 von Bokassa gestürzte David Dacko begleitete die Truppen und proklamierte sich in einer Radioansprache am darauffolgenden Tag als Nachfolger des in Libyen zu einem Staatsbesuch weilenden Bokassas.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titley, Brian: Dark Age: The Political Odyssey of Emperor Bokassa. Montreal, McGill-Queen’s University Press, 1997. ISBN 0-7735-1602-6.