Optibelt

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Arntz Optibelt Gruppe
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Rechtsform KG
Gründung 1872
Sitz Höxter, NRW
Leitung Reinhold Mühlbeyer, Konrad Ummen
Mitarbeiter ca. 2200 weltweit[1]
Umsatz 241,7 Mio. EUR (2016)[1]
Website www.optibelt.com

Die Arntz Optibelt Gruppe mit Hauptsitz in Höxter (NRW) hat ihren Schwerpunkt in der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Antriebsriemen, Scheiben, Gummiplatten und Elastomerfolien. Die Unternehmensgruppe ist weltweit mit acht Produktionsstandorten und 33 Vertriebsniederlassungen vertreten. Sie beschäftigt insgesamt mehr als 2200 Mitarbeiter.[1]

Geschäftsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen gliedert sich in die vier Geschäftsbereiche Power Transmission, Material Handling, Automotive Technology und Elastomer Solutions.

  • Power Transmission:Für Power Transmission entwickelt und produziert die Gruppe Keilriemen, Zahnriemen, Rippenbänder, Kraftbänder, Ernteriemen, Kunststoffrundriemen, Spezialriemen sowie Scheiben für den Einsatz in den unterschiedlichsten Branchen.
  • Material Handling:Im Bereich Material Handling umfasst das Spektrum Zahnriemen, Flachriemen, Kunststoffrundriemen sowie Keilriemen für den Einsatz in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie.
  • Automotive Technology:Zur Division Automotive Technology gehören sowohl Hochleistungs-Keilriemen, Zahnriemen, Kraftbänder als auch Reparatursätze für PKW und NKW sowie Spann- und Umlenkrollen.
  • Elastomer Solutions:Elastomer Solutions bietet technische Elastomerfolien, Röntgenschutzfolien sowie Fitness- und Kraftbänder.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1872 gründet Emil Arntz in Höxter die Höxtersche Gummifädenfabrik, eine kleine Produktionsstätte mit nur zehn Mitarbeitern. Das Ziel war, Gummifäden zu produzieren, welche zu dieser Zeit in der Industrie stark nachgefragt sind, aber bislang aus England importiert werden mussten. Das Unternehmen wächst schnell, das Sortiment wird zügig erweitert: um Bremsbeläge, Fußmatten oder auch Eisbeutel. Mit Zahnkautschuk für Prothesen gelingt sogar der Sprung in den europäischen Markt. Als Emil Arntz im Februar 1909 stirbt, übernimmt sein Sohn Richard die Geschäftsführung. Er modernisiert und erweitert das Werk umfassend.

Kriegs- und Krisenjahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 werden alle Rohgummivorräte beschlagnahmt. Die Produktion muss eingestellt und das Werk geschlossen werden. Erst 1918 nimmt Richard Arntz die Geschäfte mit Unterstützung seines Bruders Oskar wieder auf. Doch die Weltwirtschaftskrise 1929 bringt den Markt zum Erliegen. 1934 stirbt Richard Arntz, und Paul Kuhlo, ein Enkel des Firmengründers, übernimmt die Geschäftsführung.

Neuanfang, Expansion und Internationalisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Höxtersche Gummifädenfabrik“ übersteht den Zweiten Weltkrieg ohne Sabotage und Plünderungen. Sie erhält als eines der ersten Unternehmen die Lizenz zur Wiederaufnahme der Produktion. Da die Nachfrage nach Gummifäden eingebrochen ist, beginnt sie damit, Keilriemen herzustellen. 1948 verlässt der erste Keilriemen unter der Bezeichnung Optibelt das Werk. Der Name wird in der Branche zum Markenzeichen. 1959 übernimmt Arnulf Ummen, der Urenkel des Firmengründers, die Unternehmensleitung. Er erweitert das Werk, führt neue Technologien ein, eröffnet Verkaufsbüros in zahlreichen deutschen Großstädten und gründet zahlreiche internationale Vertriebsgesellschaften. 1968 nimmt mit der Arntz Belting Company Ltd. in Nordirland die erste ausländische Produktionsstätte den Betrieb auf. 1975 wird die „Höxtersche Gummifädenfabrik“ in Arntz Optibelt KG umbenannt. Seit 1995 expandiert die Arntz Optibelt Gruppe und weitere Produktionsstätten in Irland, China, Rumänien und den Niederlanden entstehen.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arntz Optibelt Gruppe hat Produktionsstandorte in Deutschland (Höxter, Bad Blankenburg, Rinteln), Irland, Frankreich, China, Rumänien und den Niederlanden. Vertriebsgesellschaften gibt es in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, Schweden, Finnland, Polen, Ungarn, Russland, Tschechien, der Slowakei, den USA, Kanada, Brasilien, Kolumbien, Australien, Neuseeland, Singapur, China, Indien, Indonesien, Mexico, Philippinen, Thailand und der Türkei.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Pressemitteilung: Arntz Optibelt erzielt mit rund 241,7 Millionen Euro Umsatz in 2016 einen neuen Rekord (pdf)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Optibelt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien